Paartherapie bei sexuellen Störungen: Wie könnt ihr eure Beziehung retten?

Liebevoll verfasst von
Laura
vom
4. Juli 2022

Wenn in einer Beziehung nicht alles rund läuft und es Konfliktpotenzial gibt, dann kann dies grundsätzlich ganz verschiedene Ursachen haben. Manchmal gibt es in diesem Rahmen Herausforderungen mit der Sexualität in der Beziehung. Sexuelle Störungen können in vielfältiger Art und Weise auftreten. Manchmal handelt es sich im Rahmen einer Partnerschaft darum, dass die individuellen Ansprüche an eine erfüllte Sexualität nicht erreichbar sind. Aber auch großer Leidensdruck, das mangelnde Interesse an körperlicher Nähe, Orgasmusschwierigkeiten, Errektionsprobleme und weitere Herausforderungen können ursächlich für die sexuellen Probleme sein. Sind diese Schwierigkeiten regelmäßig präsent, kann dies zur Belastungsprobe für eine Beziehung werden. Das ist insbesondere dadurch erklärbar, dass eigene Bedürfnisse nicht oder nicht vollständig erfüllt werden. Kann man die sexuellen Störungen nicht überwinden bzw. keinen Weg finden, um trotz dessen eine harmonische Beziehung zu führen, dann können sie sogar zum Trennungsgrund werden, da für manche Sexualität von sehr hoher Bedeutung ist. Hier stellt sich dann die Frage, ob man die Beziehung retten kann, oder ob es für das Liebespaar keinen anderen Ausweg gibt.

In diesem Blog-Beitrag möchten wir euch genauer erklären, warum sexuelle Störungen in einer Beziehung für Herausforderungen sorgen können und welche Folgen dies für euch als Paar haben kann. Anschließend zeigen wir euch, wie ihr diese Situation überwinden könnt und warum eine Sexualtherapie nach dem Hamburger Modell womöglich der richtige Ansatzpunkt hierfür ist.

Das Problem: Die sexuellen Störungen belasten den Alltag

Die Sexualität in der Beziehung spielt für die meisten Paare eine wichtige Rolle. Sollte es hierbei zu Schwierigkeiten kommen, dann kann das nicht nur für die betroffene Person ein unschönes und belastendes Gefühl auslösen, sondern auch für das Liebespaar und die Partnerschaft. Die sexuelle Entfaltung kann insbesondere durch körperliche Erkrankungen und Beschwerden sowie durch psychische Störungen und Probleme beeinträchtigt sein. Ein Bespiel hierfür sind unschöne Erfahrungen und Prägungen aus der Kindheit. Wurde man früher beispielsweise misshandelt, dann kann es heute für einen sehr schwierig sein sich einem anderen Menschen in körperlicher Hinsicht zu öffnen.

Steht man der schwierigen Situation gegenüber, dass es bei zunehmender Intimität Probleme aufkommen, kann dies viele Herausforderungen mit sich bringen. Zum einen hat das Paar mit einem unerfüllten Sexualleben zu kämpfen, was für beide Personen belastend sein kann. Zum anderen werden Vorwürfe von allen Seiten zum ständigen Streitpunkt. Die Person ohne die sexuelle Störung könnte sich dann zum Beispiel fragen, ob sie selbst das Problem ist und nicht als attraktiv empfunden wird. Oder sie macht der Partnerin oder dem Partner Vorwürfe, dass sie/er irgendein Problem zu haben scheint. Gleichermaßen ist die Situation auch für die Person mit den sexuellen Störungen belastend. Sie fragt sich selbstverständlich auch, was dort vorgeht und warum es im Hinblick auf dieses Thema Schwierigkeiten gibt. Hinzu kommen Selbstvorwürfe und Enttäuschung. Womöglich ist aber auch Trauer mit im Spiel, weil man von Seiten der Partnerin oder des Partners auf mehr Verständnis gehofft hätte. Gerade deswegen, weil sexuelle Störungen in der Gesellschaft grundsätzlich nicht bzw. nur sehr selten thematisiert werden, sind in so einer Situation auch starke Gefühle wie Hilflosigkeit, Unwohlsein und Einsamkeit typisch.

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Die Folgen: Die sexuellen Störungen beeinflussen den Alltag langfristig

Wenn sexuelle Störungen nicht gelöst werden, dann sind sie im Alltag eines Paares längerfristig präsent. Dies kann verschiedene Folgen haben. Ala Paar läuft man beispielsweise Gefahr, dass zusätzlich zu den sexuelle Problemen auch körperliche oder psychische Beschwerden auftreten. Diese sind dann als Folgeerscheinung zu betrachten und können erheblichen Einfluss auf den Alltag der betroffenen Person nehmen. Als Paar kann es außerdem dazu kommen, dass man in eine Konfliktspirale gerät. Dies lässt sich damit erklären, dass es ungelöste emotionale Verletzungen gibt und auch neue Themen nicht bzw. nur oberflächlich gelöst werden. Auch Streitigkeiten über die sexuellen Störungen kommen dann immer wieder auf und wirken sehr belastend, da kein richtiger Ausweg in Sicht ist. Hiermit können auch unbewusste Rückverletzungen einhergehen. Die Person ohne die sexuellen Störungen trägt in diesem Fall emotionale Verletzungen in sich. Unterbewusst formuliert sie dann Gedanken wie „wenn meine Partnerin / mein Partner keine körperliche Nähe zu mir möchte, dann stelle ich xy ein“. Diese Dynamiken können für eine Partnerschaft belastend sein. Gleichermaßen können beide Personen aber auch negative Glaubenssätze entwickeln. Hier handelt es sich dann zum Beispiel um Minderwertigkeitsgefühle, den Gedanken nicht gut genug zu sein oder die Annahme, dass man der Partnerin oder dem Partner nicht genug bieten kann.

Spitzt sich die Lage immer weiter zu, dann kommt manchmal auch der Gedanke an eine Trennung auf. Man fragt sich dann, ob man alleine besser dran wäre oder ist schlichtweg verzweifelt, weil es in der Beziehung gerade so viele ungelöste Probleme gibt.

Streit bei einem jungen Paar.

Die Lösung: Sexualtherapie nach dem Hamburger Modell

Wenn sexuelle Störungen längerfristig präsent sind und den Alltag zunehmend belasten, dann denken Betroffene manchmal über eine Sexualtherapie nach. Auch wenn sich der Gedanke zuerst komisch anfühlen mag, dass man selbst so eine Art von Therapie benötigt, ist sie oftmals notwendig, um prägende Ereignisse zu lösen und dafür zu sorgen, dass die Intimität wieder vollends genossen werden kann. Die Sexualtherapie nach dem Hamburger Modell ist der Klassiker unter den Sexualtherapien. Er wurde in den 1960er Jahren von dem Therapeutenteam Masters und Johnson am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf erarbeitet. Seitdem wird dieser Ansatz stetig weiterentwickelt und empirisch überprüft. Ein zentraler Ansatz hierbei - und damit auch ein Wandel im Vergleich zu vorangegangenen Sexualtherapie - besteht darin, dass nicht nur die Person mit den sexuellen Funktionsstörungen alleine, sondern das Paar in den Sitzungen unterstützt wird. Ziel ist es dabei, die Paare von möglicherweise bestehenden Hemmungen in Bezug auf die Sexualität zu befreien und gleichzeitig ungute Gefühle sowie Ängste abzubauen. Eine Methode im Rahmen des Hamburger Modells ist “Senate Focus”. Dies kann als eine Art Hausaufgabe für die Paare betrachtet werden, die es zwischen den einzelnen Sitzungen der Sexualtherapie zu erledigen gilt. Die Ergebnisse hiervon werden stets mit dem Coach besprochen. Im Rahmen dieser Aufgaben sollen Paare sich auf kontrollierte Weise körperlich immer näher kommen.

Mittlerweile wurde ursprünglich entwickelte Hamburger Modell weiterentwickelt und teils modifiziert. So gibt es heute zum Beispiel mehrere Möglichkeiten, in welchen Abständen die einzelnen Sitzungen stattfinden können. Außerdem wurden technische Modifikationen eingeführt, die neben dem ursprünglichen Ansatz “Senate Focus” ebenfalls Wirkung zeigen sollten. Ebenfalls ist es möglich, dass eine Sexualtherapie - entgegen der viele Befürwortungen - doch nur mit der betroffenen Person durchgeführt werden. Solltet ihr euch für eine Sexualtherapie nach dem Hamburger Modell interessieren, könnt ihr dies in der Regel jedoch individuell mit eurer Therapeutin oder eurem Therapeuten besprechen.

Beziehung stärken: Darum kann auch eine Paartherapie bei sexuellen Störungen wirksam sein

Eine Sexualtherapie ist bei sexuellen Funktionsstörungen grundsätzlich der richtige Ansatz. Hier können bestehende Herausforderungen identifiziert und aufgelöst werden. Allerdings kann auch die Verknüpfung mit einer Paartherapie für das betroffene Paar durchaus sehr sinnvoll sein. Dies lässt sich damit erklären, dass sexuelle Belastungen häufig dazu führen, dass man als Liebespaar in eine Konfliktspirale gerät. Diese bezieht sich dann nicht mehr (nur) auf die sexuellen Störungen, sondern auch auf andere Lebensbereiche. Durch die ständigen Streitigkeiten und Auseinandersetzungen entstehen emotionale Verletzungen sowie ungute Gefühle in der Beziehung. Diese wirken sehr belastend. Werden die sexuellen Störungen im Rahmen der Sexualtherapie gelöst, dann ist dies schon einmal ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Allerdings kann es vorkommen, dass trotzdem noch Konfliktthemen präsent sind, die durch die Sexualtherapie bisher nicht gelöst wurden. Eine Paartherapie kann genau hier ansetzen und euch dabei helfen, als Paar wieder zusammenzuwachsen, emotionale Verletzungen zu überwinden und stimmige Routinen für den gemeinsamen Alltag zu entwickeln.

Bei den Lebensidealisten wird die Paartherapie individuell auf euch ausgerichtet. Das bedeutet, dass wir im Coaching genau die Themen aufgreifen, an denen ihr arbeiten möchtet. Außerdem zeigen wir euch, wie ihr Konflikte in der Beziehung richtig auflöst. So schafft ihr es, dass ihr Streitigkeiten, die ständig wieder zwischen euch aufkommen, ein für alle mal aus eurem Alltag entfernt. Dies hat für euch auch im Hinblick auf die Zukunft eine wichtige Wirkung. Dadurch, dass ihr im Coaching bei den Lebensidealisten eine wirksame Methode zur Konfliktlösung kennenlernt, könnt ihr diese auch später anwenden, falls es erneut zu einem Streit kommt. So schafft ihr es, dass euer Alltag nicht von diesen Themen belastet wird. Im Rahmen der Paartherapie arbeiten wir zusätzlich auch daran geeignete Routinen zu entwickeln, hinderliche Glaubenssätze zu überwinden und Ängste zu lösen. Solltet ihr euch für ein Coaching interessieren oder uns zuerst einmal unverbindlich kennenlernen wollen, vereinbart gerne einen Termin für ein Kennenlern-Gespräch in unserem Kalender auf der Website.

trauriger mann sitzt nach einem streit mit seiner freundin auf dem bett
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Unser Fazit

Sexuelle Störungen sind sowohl für die betroffene Person als auch für das Paar und die gesamte Beziehung belastend. Sie führen dazu, dass man sich nicht mehr so richtig fallen lassen und die Intimität in der Partnerschaft nicht vollständig ausgelebt werden kann. Wenn ihr festgestellt habt, dass sexuelle Funktionsstörungen bei euch präsent sind und es ein Nähe-Distanz-Problem, würden wir euch dazu raten diese Herausforderung anzugehen und eine Sexualtherapie in Anspruch zu nehmen. Hierfür könnt ihr beispielsweise nach "Paartherapeuten Hamburg", "Paartherapeuten Neumünster" oder "Paartherapeuten in der Nähe" googeln. Ein Coaching kann dann zum Beispiel nach dem Hamburger Modell verlaufen. Außerdem kann die Verknüpfung mit einer Paartherapie bei den Lebensidealisten geeignet sein, um alle Konflikte in der Beziehung nachhaltig zu lösen und wieder näher zusammenzuwachsen.

Wenn ihr euch noch weiter über spannende Beziehungsthemen informieren möchtet, dann schaut euch gerne weiter in unserem Blog um. Dort zeigen wir euch zum Beispiel, wann eine Paartherapie noch passend ist und welche Themenbereiche beim Coaching besonders gut aufgegriffen werden können. Außerdem könnt ihr erfahren, inwiefern psychische Störungen durch eine Paartherapie gelöst werden können und warum sie für betroffene Paare oftmals so belastend sind. Solltet ihr euch hingegen eher Tipps für euren Alltag wünschen und daran arbeiten wollen, eure Beziehung noch harmonischer zu gestalten, dann ist auch dies mithilfe der wirksamen Strategien aus unseren Artikeln möglich.

Wer sind die Lebensidealisten?
Die Lebensidealisten sind zertifizierte Paartherapeuten und Empowerment Coaches. Wir begleiten euch auf dem Weg zu eurer Wunschbeziehung. Bereits mehr als 1000 Paare haben mit uns Affären, Konflikte und anderen Krisen verarbeitet und führen nun einen harmonischen Alltag voller Energie, Leichtigkeit und Glück.
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Ina & Florian

Wir sind Ina und Florian, die Gründer der Lebensidealisten. Wir durften bereits weit über 1.000 Paare auf dem Weg zu einer harmonischeren und glücklicheren Beziehung begleiten. Mithilfe der SystemEmpowering Methode lösen wir dabei immer wieder gezielt emotionale Verletzungen und ungute Gefühle auf.
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