Plötzliche Trennung: Das könnt ihr tun, wenn eure Partnerin / euer Partner keine Gründe nennt

liebevoll verfasst von 
Laura
veröffentlicht am 28. November 2022 in der Kategorie 

Wenn es in der Beziehung kriselt und man sich für die Trennung entscheidet, dann ist die nachfolgende Phase natürlich nicht leicht. Je nach Lebenssituation und Beziehungsverlauf kann es dann sein, dass man noch mit seiner Ex-Partnerin bzw. seinem Ex-Partner konfrontiert wird. Dies ist beispielsweise dann der Fall, wenn man noch gemeinsame Verpflichtungen hat, ein Kind mit im Spiel ist oder man sich regelmäßig (zum Beispiel bei der Arbeit) wiedersieht. Die Verarbeitung der Trennung ist dann nicht immer einfach, da man ständig an die Vergangenheit zurückerinnert wird. Besonders schwierig wird es allerdings für manche Menschen, wenn die Trennung von der anderen Person ausging und man keinen richtigen Grund für das Ende der Beziehung erhält. Dann fragt man sich ständig, woran es gelegen hat, was man falsch gemacht haben könnte und warum man nicht eher kommuniziert hat, um die Beziehung zu retten. Bleibt einem die Ursache verborgen, kann dies sehr nagend sein und dazu führen, dass man für einen längeren Zeitraum an der Partnerschaft hängt, obwohl sie längst beendet wurde.

Wir zeigen euch in diesem Blog-Artikel, wie ihr so einer Situation umgehen könnt. Dafür erklären wir euch zuerst, welche Probleme und Herausforderungen auftreten können, wenn man den Trennungsgrund nicht erfährt bzw. nicht versteht und welche langfristigen Folgen das haben kann. Anschließend geben wir euch fünf wichtige und wirksame Tipps mit auf den Weg, durch die ihr es trotz der belastenden Situation schafft mit der Beziehung abzuschließen.

Die Herausforderung: Der Trennungsgrund wird nicht kommuniziert

Wenn man nach dem Ende der Beziehung keinen Trennungsgrund bekommt, kann es sehr schwer sein, sich aktiv mit diesem Thema auseinanderzusetzen und darüber hinwegzukommen. Häufig ist es in so einer Situation auch typisch, dass die Trennung relativ plötzlich kommt und man nicht unbedingt mit dem Beziehungsende gerechnet hat. Aber auch dann, wenn man die Trennung ein paar Tage oder Wochen später reflektiert, fällt einem keine wirkliche Ursache auf, die für das Ende der Partnerschaft verantwortlich sein könnte.

Die Situation ist für die betroffene Person nun schwer: Einerseits muss sie mit der Trennung klarkommen und versuchen die Beziehung zu verarbeiten, andererseits fällt es aber auch sehr schwer die Lage überhaupt zu begreifen, da man sie nicht so richtig nachvollziehen kann. Viele Menschen fangen in dieser schwierigen Situation auch damit an, dass sie sich Vorwürfe machen oder sich immer wieder innerlich bestimmte Fragen stellen. „Wie konnte ich die Warnsignale von meiner Ex-Partnerin / meinem Ex-Partner nicht wahrgenommen?“, „Was hätte ich anders machen sollen?“ oder “Wie konnte ich nur so blind sein” sind ein paar Beispiele hierfür.

Wird der Trennungsgrund nicht richtig kommuniziert und fällt es einem daher schwer, mit der vergangenen Beziehung abzuschließen, sind häufig auch Enttäuschung und Wut präsent. Man ist dann traurig, weil die Ex-Partnerin / der Ex-Partner nicht ehrlich zu einem ist, obwohl man ein Paar war und alles miteinander geteilt hat. Oft wird die Situation dann so empfunden, dass man die Ehrlichkeit verdient hat. Bleibt der wirkliche Grund für die Trennung allerdings verborgen, kann dies sehr belastend sein. Häufig spielt die Trauer über das Ende der Beziehung dann eine Rolle.

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Die Folgen: Die Ursachen für das Beziehungsende bleiben längerfristig verborgen

Wenn die Ex-Partnerin oder der Ex-Partner auch nach einiger verstrichener Zeit nicht über den Grund für das Beziehungsende sprechen möchte, dann muss man sich irgendwann damit abfinden. Für viele Menschen ist dies allerdings nicht so einfach, schließlich kann es sehr viele Ursachen für eine Trennung geben. Bei manchen entstehen dann auch viele unschöne Bilder im Kopf und sie vermuten das schlimmste. Beispielsweise kommt dann vielleicht der Gedanke auf, dass es sich um eine Affäre gehandelt haben könnte oder sonstiges.

Bleiben die Ursachen für die Trennung ungeklärt, dann kann die Verarbeitung des Beziehungsendes noch schwerer fallen, als sie ohnehin schon ist. Zentral für die betroffene Person ist dann immer die Frage: “Warum ist es zur Trennung gekommen?”. Diese Fragestellung ist oft sehr präsent in den eigenen Gedanken und führt dazu, dass man regelmäßig über die vergangene Beziehung nachdenkt und die Verarbeitung der Trennung nicht gelingt. Emotionale Verletzungen und ungute Gefühle bleiben dann natürlich präsent und werden nicht gelöst.

Dies macht es auch schwierig, sich später für eine neue Partnerschaft zu öffnen. Persönliche Unsicherheiten, weil man das Ende der vergangenen Beziehung nicht verstanden hat, sind noch immer präsent und können sogar eine Art Bindungsangst auslösen. Man möchte dann nicht noch einmal verletzt werden und fürchtet, dass man von einer neuen Partnerin oder einem neuen Partner wieder “unerwartet” verlassen werden könnte. Die Angst, dass auch eine neue Beziehung abrupt enden würde und man den Grund nicht erfährt, ist dann zu präsent. Dadurch ist es oft nicht möglich, eine neue, innige Partnerschaft zu beginnen, bevor man die Trennung von früher richtig verarbeitet hat.

Darum nennt sie/er keinen Grund für die Trennung: 3 mögliche Ursachen

Wenn die Ex-Partnerin oder der Ex-Partner einem nach der Trennung längerfristig keine wirklichen Gründe nennt, ist es am besten, wenn man sich versucht mit dieser Situation abzufinden. Trotzdessen möchten wir euch nachfolgend drei mögliche Ursache dafür nennen, die die Verschlossenheit der anderen Person erklären könnten.

Eure Ex-Partnerin / Euer Ex-Partner möchte euch nicht verletzen

Eine mögliche Ursache, warum die andere Person den wahren Grund hinter dem Ende der Beziehung nicht kommunizieren möchte, kann sein, dass sie euch nicht verletzen möchte. Gerade dann, wenn die Ursache der Trennung in irgendeiner Form unangenehm oder belastend ist, kann es sein, dass man sie lieber für sich behält. Dies geschieht dann auch, um euch zu schützen und somit aus einer guten Absicht heraus.

Eure Ex-Partnerin / Euer Ex-Partner hat keinen richtigen Grund

Manchmal kommt es auch vor, dass die andere Person keinen richtigen Grund für die Trennung nennen kann. Dies ist oftmals dann der Fall, wenn man sich über mehrere Monate oder Jahre auseinandergelebt hat und dann das Gefühl bekommt, dass einen die Beziehung nicht mehr so erfüllt wie früher. Allerdings kann man hier keinen konkreten Auslöser benennen (wie z.B. das Fremdverlieben), da sich die eigene Gefühlswelt schlichtweg über die Zeit verändert hat.

Eure Ex-Partnerin / Euer Ex-Partner möchte möglichst schnell mit der Beziehung abschließen

Hin und wieder kommt es auch vor, dass man keinen richtigen Grund für die Trennung bekommt, weil die Ex-Partnerin oder der Ex-Partner schlichtweg keine Lust hat sich damit auseinanderzusetzen. Ihr / Sein Ziel besteht dann darin, dass man die ganze Sache möglichst schnell und ohne Arbeit hinter sich lassen kann (obwohl dies natürlich aus SystemEmpowering-Sicht nicht realistisch ist). Das Trennungsgespräch wird dann als Zeitverschwendung angesehen, weshalb auch keine Gründe kommuniziert werden.

Lösungsstrategien: So könnt ihr richtig mit der Beziehung abschließen - 5 Tipps

Wenn einem der Grund für das Ende der Partnerschaft nicht mitgeteilt wird, steht man natürlich trotzdem vor dem Schritt, mit der Beziehung abzuschließen und die Trennung zu verarbeiten. Damit dies wirklich gelingt und ihr euch nicht längerfristig an der Frage “Warum ist es zur Trennung gekommen?” aufhaltet, haben wir euch ein paar wirksame Tipps zusammengestellt. Diese könnt ihr nach und nach anwenden, um die entstandenen emotionalen Verletzungen zu lösen und wieder zu euch zu finden.

Tipp 1: Nehmt euch genug Zeit für euch selbst

Die Situation, in der ihr euch gerade befindet, ist nicht leicht und sollte nicht unterschätzt werden. Um die Trennung richtig zu verarbeiten ist es deshalb wichtig, dass ihr euch wirklich Zeit für diesen Prozess nehmt. Niemand erwartet von euch, dass ihr vom einen auf den anderen Tag über die Trennung hinweg seid. Konzentriert euch stattdessen auf euch, löst emotionale Verletzungen auf und sorgt mit ausreichend Zeit dafür, dass ihr die Trennung auch wirklich nachhaltig verarbeitet. Ansonsten passiert es in vielen Fällen, dass man sich nicht für neue Beziehungen öffnen kann und weiterhin an der Vergangenheit hängt.

Tipp 2: Löst emotionale Verletzungen mithilfe der SystemEmpowering Methode auf

Auch wenn ihr die Ursache hinter der Trennung nicht kennt, solltet ihr euch mit entstandenen emotionalen Verletzungen auseinandersetzen, die während der Beziehung entstanden sind. Dies hat ganz einfach den Grund, dass ihr ungute Gefühle so überwinden könnt und Brillen und Filter nicht auf eure neue Beziehung projiziert. Emotionale Verletzungen können am besten mit der SystemEmpowering Methode gelöst werden.

Wie die ganze Methode funktioniert, könnt ihr auch in unserem Blog nachlesen. Hier haben wir einen detaillierten Beitrag zur Vorgehensweise mit der Methodik für euch verfasst.

Tipp 3 (falls noch nicht geschehen): Klärt alles notwendige, um mit der Beziehung abzuschließen

Oft ist es so, dass man sich nicht von heute auf morgen von der Ex-Partnerin oder dem Ex-Partner distanzieren kann. Womöglich hat man zum Beispiel in einer gemeinsamen Wohnung gelebt, hat verknüpfte Konten oder andere Verpflichtungen zu zweit. Diese Themen sollten zuerst geklärt werden, damit man sich nachfolgend wieder intensiv auf sich fokussieren kann. Sucht also das Gespräch mit der anderen Person und versucht Lösungen für alle offenen Themen zu finden. Ist dies geklärt, müsst ihr nicht mehr ständig daran denken und könnt eure Energie anderen Dingen widmen.

Tipp 4: Stärkt euer Selbstbewusstsein und baut neues Vertrauen auf

Nach dem Ende einer Beziehung hat man Zeit, sich wieder auf seine Werte und Visionen zu fokussieren. Gerade dann, wenn die Trennung überraschend kam und nicht so richtig nachvollziehbar war, würden wir euch empfehlen euer Selbstbewusstsein zu stärken und neues Vertrauen zu schöpfen. Überarbeitet eure Glaubenssätze und lasst euch nicht einreden, dass ihr ggf. nicht gut genug seid oder nicht geliebt werdet. Außerdem solltet ihr die Brille ablegen, dass auch andere Menschen eine Beziehung scheinbar “einfach so” beenden. Dies muss nicht so sein und gerade dann, wenn man mit der Partnerin oder dem Partner von Anfang an stimmig kommuniziert, kann man dies vermeiden.

Tipp 5: Öffnet euch für die Partnersuche, wenn ihr euch bereit fühlt

Nach einer Trennung und dem Prozess der Verarbeitung kommt irgendwann der Moment, an dem man sich wieder für eine neue Partnerschaft öffnen kann. Macht euch auch hierbei keinen Druck, sondern gestaltet den Prozess in eurem Tempo. Fühlt ihr euch irgendwann bereit dazu, wieder neue Menschen kennenzulernen, könnt ihr euch vorab Gedanken darüber machen, was euch hierbei wichtig ist und welche Werte ihr auch in einer Beziehung habt. So könnt ihr viel gezielter auf Menschen zugehen und verliert eure Bedürfnisse und Wünsche nicht aus den Augen.

Unser Fazit

Eine Trennung zu verarbeiten ist ein kraftraubender Prozess, der oft auch mit Trauer, Leid, Wut und Angst verbunden ist. Wird einem allerdings kein Grund für das Beziehungsende mitgeteilt, ist es oft noch schwerer, sich von der vergangenen Partnerschaft zu lösen. Wir haben euch in diesem Blog-Artikel gezeigt, wie ihr diese Situation trotzdem meistern könnt und welche Strategien euch hierbei helfen.

Wenn ihr gerne noch mehr zu diesem Thema erfahren möchtet, dann schaut gerne mal auf unserer Themenseite "Trennung verarbeiten" vorbei. Da geben wir euch konkrete Tipps, wie ihr es schafft, eure Trennung zu überwinden. Außerdem erklären wir euch in einem Beitrag zum Thema "Beziehungskrise nach Abtreibung überwinden", wie ihr als Paar mit dieser schwierigen Situation umgeht. Alternativ könnt ihr auch gerne einmal in unseren Podcast reinhören. Dort sprechen wir jede Woche über spannende Beziehungsthemen.

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