Probleme ansprechen und richtig lösen: 5 Tipps für eure Beziehung

liebevoll verfasst von 
Laura
Aktualisiert am 07. Februar 2024,  veröffentlicht am 9. Oktober 2023 in ,
 veröffentlicht am 9. Oktober 2023 in

Die Kommunikation ist der Schlüssel für eine erfüllte und glückliche Beziehung, in der sich alle Beteiligten gesehen und wertgeschätzt fühlen. Nur dann, wenn ihr euch regelmäßig austauscht, könnt ihr gemeinsam wachsen und euch weiterentwickeln. Leider ist dies nicht immer ganz so einfach. Im Rahmen der Paartherapie stellen wir als Coaches häufig fest, dass es im Hinblick auf die Kommunikation ein paar Herausforderungen gibt, die im Raum stehen. Es kann sich hierbei zum Beispiel darum handeln, dass das Gespräch schnell eskaliert oder dass man seine Gefühle nicht richtig aussprechen kann, obwohl man doch eigentlich ein harmonisches und ruhiges Streitgespräch führen wollte. Solche Herausforderungen tragen insgesamt dazu bei, dass man aufkeimende Probleme und Unstimmigkeiten eher für sich behält. Man versucht das Gespräch mit seiner Partnerin oder seinem Partner dann bewusst zu vermeiden, um einer Streitsituation zu entgehen.

Auch wenn diese Vorgehensweise in Partnerschaften keine Seltenheit darstellt, würden wir euch hiervon ganz gezielt abraten. Denn nur dann, wenn ihr Probleme ansprechen könnt, habt ihr als Liebespaar auch die Chance dazu, diese nachhaltig und langfristig zu lösen. Warum dies in eurem Fall womöglich noch nicht funktioniert und was ihr tun könnt, um Problemen zukünftig zeitnah auf den Grund gehen zu können, verraten wir euch in diesem Blog-Artikel!

Probleme ansprechen funktioniert nicht: Das sind die 5 häufigsten Gründe!

Wenn ein Problem in der Beziehung aufkommt oder man selbst das Bedürfnis hat, ein bestimmtes Thema gegenüber der Partnerin oder dem Partner auszusprechen, dann ist das nicht immer einfach. Nicht selten wissen Betroffene in so einer Situation oft nicht genau, wie sie harmonisch und wertschätzend formulieren können, was ihnen gerade auf dem Herzen liegt. Aber auch die Angst vor einer negativen Reaktion ist manchmal der Grund dafür, warum das Aussprechen von einem Problem zur Herausforderung wird. Wir stellen euch nachfolgend die fünf häufigsten Ursachen dafür vor, dass es einem in der Beziehung schwer fällt Probleme ansprechen zu können. Schaut euch diese Gründe gerne in Ruhe an, wenn ihr aktuell in einer vergleichbaren Situation steckt oder merkt, dass Gespräche über ein schwieriges Thema bei euch immer öfter negative Konsequenzen mit sich bringen. Die Erkenntnis darüber, welche Ursache sich wirklich dahinter verbirgt, ist der erste wichtige Schritt, um die Kommunikation zukünftig zu stärken.

Angst vor Konflikten

Wenn es einem schwer fällt Probleme gegenüber der Partnerin oder dem Partner anzusprechen, dann kann ein Grund hierfür in einer vorhandenen Konfliktscheue liegen. Diese impliziert, dass man Angst davor hat, dass es zu einer Auseinandersetzung kommen könnte, wenn man einen Missstand ausspricht. Um diesen möglicherweise auftretenden Konflikt zu vermeiden, wird das Problem zurückgehalten und in der Beziehung nicht weiter thematisiert. Allerdings weiß die Partnerin oder der Partner dadurch natürlich auch nicht, was die andere Person belastet. Das Problem ist also noch vorhanden, wird aber nicht richtig gelöst.

Unsicherheit hinsichtlich der eigenen Gefühle und Vorstellungen

Die Ursache dafür, dass man keine Probleme ansprechen möchte, liegt manchmal auch darin, dass man sich nicht so richtig über seine eigenen Gefühle und Bedürfnisse bewusst ist oder diese nicht klar kommunizieren kann. In so einer Situation ist es sehr schwierig, ein Problem als Paar effektiv anzugehen. Viel mehr ist für einen oder beide dann unklar, was der Wunschzustand in der jeweiligen Situation überhaupt wäre und worauf es wirklich ankommt.

Prägungen aus der Vergangenheit

Die Kindheit sowie vergangene Beziehungen können sehr prägend sein, wenn man sich mit damals entstandenen emotionalen Verletzungen nicht auseinandergesetzt hat. Hat man als Kind beispielsweise gelernt, dass man Probleme immer selbst lösen sollte oder das man über Unstimmigkeiten in der Beziehung hinwegsehen sollte, dann verhält man sich in der Gegenwart auch genau so. Dass man Probleme nicht ansprechen kann oder möchte hängt dann tief verwurzelt mit einem Glaubenssatz zusammen, der das eigene Handeln beeinflusst.

Angst vor negativen Reaktionen und Distanz

Wenn man Angst vor der Reaktion der Partnerin oder des Partners hat, wenn man plant ein Problem anzusprechen, dann sind auch hierfür typischerweise emotionale Verletzungen und Prägungen verantwortlich. Man fürchtet dann beispielsweise, dass die andere Person das Problem nicht nachvollziehen kann oder es zu Vorwürfen und lautstarken Diskussionen kommt, weil man dies in der Vergangenheit schon einmal erlebt hat. Aufgrund dessen fällt es einem umso schwerer ein Problem wirklich zu artikulieren.

Instabiles Beziehungsfundament

Ein stabiles Beziehungsfundament zeichnet sich unter anderem durch die Einhaltung der Systemgesetze, gesunde Kommunikationsstrukturen und eine gesunde Streitkultur aus. Allerdings sind nicht immer alle Bestandteile dieses Fundaments vorhanden. Für ein Paar ist es dann zum Beispiel schwierig, sich jederzeit mit Wertschätzung und Respekt zu begegnen oder Vertrauen zu fassen. Auch in so einer Situation ist das Ansprechen von Problemen typischerweise eine große Herausforderung. Hier fühlt sich die Partnerin oder der Partner dann möglicherweise nicht sicher genug, um Probleme offen zu besprechen.

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Die Herausforderung: Darum ist es so wichtig Probleme ansprechen zu können!

Es ist vollkommen normal, dass man innerhalb seiner Beziehung nicht jede Kleinigkeit thematisiert oder sofort das Gespräch sucht, wenn einmal etwas nicht nach den eigenen Vorstellungen verläuft. Wichtig ist allerdings, dass man als problematisch empfundene Situationen thematisiert und mit seiner Partnerin oder seinem Partner klärt. Doch warum ist das überhaupt so? Ganz einfach! Wenn ihr das Problem nicht gegenüber der anderen Person aussprecht, dann sieht diese hier vielleicht gar keinen Missstand und wird sich auch in der Zukunft auf ähnliche Weise verhalten. Dies ruft bei euch immer wieder ungute Gefühle sowie emotionale Verletzungen hervor und wird somit zu einer richtigen Belastung.

Ein Beispiel:
Jennifer ist enttäuscht, weil ihr Partner Markus schon wieder seine Kleidung im Schlafzimmer herumliegen lassen und diese nicht weggeräumt hat. Dies ruft bei ihr ungute Gefühle hervor, da ihr Ordnung sehr wichtig ist und sie es schade findet, dass Markus diesen Wert von ihr nicht berücksichtigt. Allerdings möchte sie ihn gegenüber nicht aussprechen, dass sie die herumliegende Wäsche stört, da sie ihn damit nicht zusätzlich belästigen möchte. Er hat ohnehin schon viel zu tun. Dadurch, dass Jennifer das Problem für sich behält, ist Markus sich nicht darüber bewusst, dass er mit seinem Verhalten immer wieder ungute Gefühle bei Jennifer auslöst. Die Situation geht über Monate so weiter, da Jennifer nach wie vor nichts sagt. Diese emotionalen Verletzungen könnten vermieden werden, würde Jennifer das Gespräch mit Markus suchen und ihre Gefühle aussprechen.

Die oberhalb beschriebene Situation macht deutlich, dass das Aussprechen von Problemen überaus bedeutsam ist - gerade im Kontext einer Beziehung. Ansonsten kann es immer wieder zu emotionalen Verletzungen kommen, die von der verursachenden Person zwar nicht beabsichtigt sind, aber dennoch ungute Gefühle bei der verletzten Person zurücklassen.

Die Konsequenzen: Das passiert, wenn ihr Probleme in der Beziehung dauerhaft für euch behaltet

Das dauerhafte Nichtansprechen von Problemen in einer Beziehung kann schwerwiegende Folgen haben und langfristige Konsequenzen nach sich ziehen. Besonders bedeutsam sind in diesem Zusammenhang die emotionalen Verletzungen und unguten Gefühle, die nicht richtig gelöst werden und sich immer weiter aufstauen. Aber auch andere Auswirkungen können den Beziehungsalltag langfristig beeinträchtigen und dafür sorgen, dass die unausgesprochenen Probleme die Partnerschaft auf die Probe stellen. Wir haben für euch ein paar besonders typische Konsequenzen zusammengetragen:

  • Emotionale Verletzungen und ungute Gefühle: Dadurch, dass es immer wieder zu Problemen und Herausforderungen kommt, stauen sich die emotionalen Verletzungen immer weiter an. Im Alltag steht einem nun spürbar weniger Energie zur Verfügung. Dies wirkt sich auch auf andere Lebensbereiche (wie zum Beispiel die Arbeit oder den Sport) aus.
  • Unzufriedenheit und Frustration: Wenn Probleme nicht angesprochen werden, können sich Frustrationen und Unzufriedenheit aufstauen. Die unausgesprochenen Gefühle verstärken sich im Laufe der Zeit zusätzlich und belasten die Beziehung. Auch schöne Momente können dann oftmals von einer oder beiden Personen nicht mehr richtig genossen werden.
  • Verminderte Intimität: Das Fehlen offener Kommunikation kann dazu führen, dass sich beide Partner emotional voneinander entfernen. Eine Folge davon ist oftmals eine verminderte Intimität. Aber auch gemeinsame Momente und Erlebnisse werden zur Seltenheit.
  • Wachsende Distanz: Das Nichtansprechen von Problemen kann dazu führen, dass sich beide Partner zunehmend voneinander entfremden. Sie beginnen dann damit sich zurückzuziehen und immer weniger miteinander zu teilen. Gespräche werden dann spürbar oberflächlicher.
  • Verlust von Vertrauen: Wenn einer oder beide Partner das Gefühl haben, dass ihre Anliegen nicht gehört oder respektiert werden, kann dies das Vertrauen in die Beziehung beeinträchtigen. Ein Problem anzusprechen wird dann zu einer immer größeren Herausforderung für alle Beteiligten.
  • Rückgang der Kommunikation: Das Fehlen von offener Kommunikation über Probleme kann dazu führen, dass die allgemeine Kommunikation zwischen den Partnern nachlässt. Dies kann zu einem Teufelskreis führen, bei dem die Partner weniger miteinander sprechen und dadurch noch weniger Probleme ansprechen.
  • Trennungsgedanken: Wenn wichtige Anliegen nicht angesprochen werden, kann dies zu einer wachsenden Unzufriedenheit führen. In einigen Fällen kann dies sogar zur Auflösung der Beziehung führen. Trennungsgedanken machen sich dann breit und werden immer präsenter, wenn sich an der aktuellen Situation nichts verändert.

Es ist wichtig zu verstehen, dass das Ansprechen von Problemen in einer Beziehung keine Garantie dafür ist, dass sie sofort gelöst werden. Aber wenn Probleme nicht offen angesprochen werden, besteht eine geringere Chance, dass sie jemals gelöst werden können. Eine gesunde Beziehung erfordert die Fähigkeit, Probleme anzusprechen, zuzuhören, zu verstehen und gemeinsam an Lösungen zu arbeiten.

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Probleme ansprechen in der Beziehung: Mit diesen 5 Tipps klappt es endlich!

Das Ansprechen von Problemen in einer Beziehung und ein harmonisches Gespräch zu führen erfordert Achtsamkeit, Respekt und die Bereitschaft, aufeinander zuzugehen. Allerdings ist dies nicht immer so einfach. Wir zeigen euch deshalb, wie ihr Probleme in eurer Partnerschaft in Zukunft richtig ansprechen könnt und was es braucht, um eine gesunde Kommunikationsbasis zu schaffen.

Lest euch die nachfolgenden fünf Tipps gerne in Ruhe durch, reflektiert sie und setzt sie so um, dass sie für euch stimmig sind. Es gibt hier kein richtig oder falsch, denn jede Situation ist individuell und so braucht auch ihr als Paar eine Lösung, die individuell zu euch und eurer Beziehung passt!

Tipp 1: Setzt euch mit den entstandenen emotionalen Verletzungen und unguten Gefühlen (aus der Vergangenheit) auseinander

Besonders bedeutsam, um Probleme ansprechen zu können, ist aus unserer Sicht, dass ihr hierfür eine gesunde Basis schafft. Dazu gehört auf der einen Seite, dass ihr die Themen und Ursachen überwindet, die euch aktuell davon abhalten Konflikte auszusprechen. Auf der anderen Seite ist es wichtig, dass ihr entstandene emotionale Verletzungen, die durch ein unausgesprochenes Problem in eurer Beziehung bereits entstanden sind, nachhaltig auflöst.

Um diejenigen Ursachen zu überwinden, wegen derer es euch schwer fällt das Gespräch mit eurer Partnerin oder eurem Partner zu suchen, solltet ihr euch zuerst darüber bewusst werden, welche Gründe in eurer individuellen Situation wirklich dahinter stecken. Werft dafür einen Blick auf die fünf häufigsten Gründe, die wir euch zu Beginn des Blog-Artikels vorgestellt haben. Womöglich ist hier schon ein Thema dabei, welches in eurer Situation ebenfalls zutreffend ist. Habt ihr den Auslöser gefunden, solltet ihr diesen nachhaltig lösen. Wir würden euch hierfür zur Arbeit mit der SystemEmpowering Methode raten. Wie diese genau funktioniert, könnt ihr im Detail in unserem Blog nachlesen.

Habt ihr den Auslöser dahinter, dass es euch schwer fällt Probleme in eurer Beziehung anzusprechen, gelöst, dann seid ihr schon einmal einen großen und wichtigen Schritt in die richtige Richtung gegangen. Nun bietet es sich an das Beziehungsfundament zu stärken und die emotionalen Verletzungen und unguten Gefühle zu lösen, die entstanden sind. Auf hierfür könnt ihr die SystemEmpowering Methode nutzen. Wir würden euch außerdem dazu raten diesen Prozess mit eurer Partnerin oder eurem Partner zu durchlaufen, wenn sie bzw. er hierfür bereit ist. Dadurch stellt ihr sicher, dass auch bei der anderen Person alle Themen aufgearbeitet werden und euer Beziehungsfundament wirklich stabilisiert werden kann.

Tipp 2: Vereinbart regelmäßig Termine, um Probleme ansprechen und lösen zu können

Wenn ihr den vorherigen Tipp bereits befolgt habt, dann habt ihr nun ein starkes Beziehungsfundament entwickelt und eine gesunde Basis geschaffen, um Probleme in Zukunft ansprechen zu können. Damit auch im eigentlichen Gespräch mit eurer Partnerin oder eurem Partner alles glatt läuft, würden wir euch stets dazu raten einen geeigneten Zeitpunkt hierfür zu vereinbaren. Nicht selten kommt es sonst dazu, dass man eigentlich alle wichtigen Voraussetzungen erfüllt hat, um ein Problem harmonisch zu klären, aber die äußeren Umstände dazu beitragen, dass das Gespräch im Streit endet.

Damit ihr den richtigen Zeitpunkt für ein Gespräch findet, würden wir euch dazu raten einen Termin für das Gespräch zu vereinbaren. Dies kann zum Beispiel am kommenden Abend oder am Wochenende sein. Wichtig ist, dass ihr einen ruhigen und entspannten Moment auswählt, in dem keiner von euch gestresst oder in Eile ist. Viel mehr sollte jeder von euch wirklich Zeit haben, um sich dem Problem zu stellen. Ablenkungsfaktoren wie das Handy oder der Fernseher sollten ausgeschaltet werden. So garantiert ihr, dass ihr eine harmonische Atmosphäre schafft, in der jeder von euch über seine Gefühle sprechen kann.

Tipp 3: Arbeitet zur Problemlösung mit einer bewährten und wirksamen Methode

Über die SystemEmpowering Methode haben wir bereits im Rahmen vom ersten Tipp ein paar Worte verloren. Solltet ihr diese bereits angewendet haben, dann wisst ihr, dass sich hiermit emotionale Verletzungen und ungute Gefühle optimal lösen lassen. Falls ihr die Methodik noch nicht kennt, würden wir euch dazu raten euch aktiv mit ihr auseinanderzusetzen und sie in euren kommenden Gespräche anzuwenden. Denn hierdurch könnt ihr ein Thema optimal angehen, eure Gefühle aussprechen, die Haltung der anderen Person nachvollziehen und Lösungen finden, die wirklich funktionieren.

Und so geht’s:

  1. Geht an den Punkt zurück, an dem es mal gut war. Dies könnte in eurem Fall der Moment gewesen sein, bevor das Problem, über das ihr sprechen möchtet, aufgetreten ist.
  2. Stellt sicher, dass die verursachende Person bekannt ist. Da es sich in eurem Fall höchstwahrscheinlich um ein Problem handelt, welches sich im Rahmen eurer Partnerschaft abgespielt hat, ist einer von euch die verursachende Person.
  3. Stellt sicher, dass ihr beide ausgeglichen kraftvoll seid. Sollte dies aktuell noch nicht der Fall sein, könnt ihr euch gedanklich in eine Situation hineinversetzen, in der es anders war, oder andere Personen gedanklich hinter euch stellen.
  4. Löst die emotionale Verletzung und damit das Problem sprachlich richtig auf. Die verletzte Person sollte hierfür eine wertschätzende Haltung einnehmen, ihre Wahrnehmung von der Situation beschreiben und die entstandenen Gefühle benennen. Die verursachende Person kann das Leid nun anerkennen, einen Ausgleich schaffen und in Aussicht stellen, wie sie sich verhalten hätte, hätte sie gewusst, dass ihr Verhalten verletzend war.
  5. Nun könnt ihr auch noch einmal gemeinsam darüber sprechen, wie ihr euch in Zukunft bezüglich des aufgetretenen Themas verhalten möchtet und welche Lösungen und Kompromisse für euch stimmig sind.

Tipp 4: Tauscht euch über stimmige Gesprächsregeln aus

Gesprächsregeln können bei der Kommunikation mit der Partnerin oder dem Partner Sicherheit geben. Solltet ihr euch manchmal ein wenig überfordert fühlen oder nicht genau wissen, wie ihr eine Aussage richtig und wertschätzend formulieren könnt, kann es hilfreich sein ein paar Gesprächsregeln festzulegen. Dies könnt ihr gemeinsam mit eurer Partnerin oder eurer Partnerin umsetzen. Tauscht euch dafür gemeinsam darüber aus, was euch im Gespräch wichtig ist und worauf es euch ankommt. Eure Erkenntnisse könnt ihr gerne auch schriftlich festhalten und die Liste dadurch bei Bedarf immer wieder erweitern oder verändern. Tauscht ihr euch über ein Problem aus, könnt ihr sie einfach neben euch legen.

Ihr wisst nicht genau, was ihr auf eure Liste schreiben könnt? Hier sind ein paar Beispiele für Regeln, die einen Platz auf eurer Liste finden und zu euch passen könnten:

  • Wir verwenden "Ich"-Aussagen, um dadurch unsere Gefühle und Bedenken respektvoll auszudrücken und Schuldzuweisungen zu vermeiden. → Zum Beispiel: "Ich fühle mich verletzt, wenn..." anstatt "Du machst immer..."
  • Wir hören aktiv zu, ohne zu unterbrechen oder zu urteilen. Dadurch geben wir der anderen Person die Möglichkeit, ihre Perspektive auszudrücken.
  • Wir bleiben jederzeit wertschätzend, einfühlsam und respektvoll, auch wenn das Thema schwierig ist. Dafür vermeiden wir beleidigende oder herablassende Kommentare. Sollte die Situation hitzig werden, kann sich jeder einen Moment Pause nehmen.
  • Wir vermeiden Vorwürfe und konzentrieren uns auf die konkreten Situationen sowie darauf, diese aus unserer Sichtweise heraus zu formulieren und zu beschreiben.
  • Wir gehen mit einer offenen Einstellung in das Gespräch und suchen nach gemeinsamen Lösungen und Kompromissen, die für uns beide stimmig sind.
  • Wir übernehmen Verantwortung für unser Verhalten. Wenn einer von uns einen Fehler gemacht hat oder etwas falsch verstanden hat, sind wir bereit Verantwortung zu übernehmen und uns zu entschuldigen.
  • Wir bleiben geduldig miteinander und arbeiten kontinuierlich an unserer Beziehung. Manche Probleme erfordern Zeit, um sie zu lösen.

Tipp 5: Denkt über eine Paartherapie nach

Eine Paartherapie oder ein Paarcoaching kann für ein geeigneter Weg sein, um eure Beziehung nachhaltig zu stabilisieren und von Expertinnen und Experten zu erfahren, worauf es in einer gesunden Partnerschaft wirklich ankommt. Auch dann, wenn es euch schwer fällt Probleme anzusprechen, kann dieser Weg optimal sein. Denn schon in wenigen Sitzungen können wir dafür sorgen, dass belastende emotionale Verletzungen richtig gelöst werden und ihr eine stimmige Kommunikationsbasis erschafft. Außerdem unterstützen wir euch selbstverständlich auch dabei, frühere Prägungen und Glaubenssätze endlich hinter euch zu lassen. So wird das Ansprechen von Probleme für euch in der Zukunft zur Leichtigkeit.

Ihr seid interessiert und möchtet gerne mehr darüber erfahren, wie eine Paartherapie abläuft, welche Coaches zur Verfügung stehen und welche Ziele ihr durch das Coaching noch erreichen könnt? Dann schaut doch gerne einmal mal auf unserer Paartherapie-Seite vorbei. Dort erhaltet ihr alle relevanten Informationen und könnt einen Termin für ein erstes Kennenlern- und Strategiegespräch vereinbaren.

Unser Fazit

Probleme ansprechen und Konflikte lösen zu können ist ein wichtiges Element innerhalb einer gesunden und stabilen Partnerschaft. Sollte euch dies aktuell noch schwer fallen, dann seid ihr hiermit nicht alleine. Es gibt einige Paare, die hiermit zu kämpfen haben. Habt ihr das Thema allerdings erkannt, dann seid ihr den ersten wichtigen Schritt gegangen und könnt eine stimmige Veränderung herbeiführen. In unserem Artikel haben wir euch gezeigt, welche Tipps sich dazu eignen.

Ihr wünscht euch weitere Inhalte zum Thema “richtig streiten” und möchtet wissen, wie ihr ein Streitgespräch mit eurer Partnerin oder eurem Partner weiter optimieren könnt? Dann schaut sehr gerne mal in unserem Blog vorbei. Dort haben wir schon zahlreiche Artikel mit vielen wertvollen Impulsen zu diesem spannenden Beziehungsthema veröffentlicht. Auch in unserem Podcast haben wir schon häufiger darüber gesprochen. Hört also gerne mal rein!

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