am 4. März 2020 in der Kategorie 

Konflikte durch mangelnde Unabhängigkeit und geringe Abgrenzung von den Eltern

liebevoll verfasst von 
Laura

Jennifer und Tom sind seid vielen Jahren ein eingespieltes Liebespaar. Die beiden sind seit drei Jahren Mutter und Vater eines kleinen Sohnes. Die Eltern von Tom unterstützen die beiden seit einiger Zeit regelmäßig bei der Kindeserziehung. Diese Situation bringt für Jennifer und Tom große Herausforderungen mit sich.

Hinweis: Die Personen sind frei erfunden. Die Konversation stammt aus Erzählungen, Coachings und Büchern.

Ein eng verbundenes Elternpaar

Jennifer und Tom sind vor drei Jahren Eltern geworden. Sie haben sich schon immer ein gemeinsames Kind gewünscht. Die Geburt von Carl hat ihr Familienglück perfekt gemacht. Nun sind sie endlich eine kleine Familie. Die beiden konnten ihr Glück kaum fassen.

Die Eltern von Tom unterstützen das junge Paar bei der Erziehung und kümmern sich häufig um Carl. Sie sind deshalb fast jedes Wochenende bei Jennifer und Tom und bieten ihre Hilfe an. Dadurch entstehen Herausforderungen und Spannungen zwischen Jennifer und Tom.

Schreiendes Kind löst Stress bei seinen Eltern aus.

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Die Großeltern helfen bei der Erziehung von Carl, es entstehen Konflikte

Samstagabend. Toms Eltern haben mal wieder auf den kleinen Carl aufgepasst und fahren nun wieder nach Hause. Jennifer und Tom stehen im Wohnzimmer.

Oh man, ich finde es ja wirklich nett von deinen Eltern, dass sie uns so oft bei der Erziehung von Carl unterstützen. Aber findest du nicht auch, dass sie sich vielleicht ein bisschen zu viel einmischen?

Tom schaut seine Frau irritiert an.

Findest du wirklich? Ich glaube ehrlich gesagt, dass wir das ohne die Hilfe meiner Eltern mit Carl nicht so gut hinbekommen würden.

Jennifer setzt sich im Wohnzimmer auf das Sofa und schaut aus dem Fenster. Während der letzten Wochen sind die Eltern von Tom seh oft bei ihnen gewesen, um sie zu unterstützen. Jennifer sehnt sich danach, mal wieder ein Wochenende nur mit Tom und dem kleinen Carl zu verbringen.

Das meine ich ja auch überhaupt nicht. Ich sage ja nur, dass sie sich vielleicht in manchen Situationen ein bisschen zu sehr einmischen.

Tom schaut seine Frau irritiert an, sagt aber nichts weiter dazu. Er setzt sich neben sie auf das Sofa und schaltet den Fernseher ein.

Was hältst du davon, wenn wir nächstes Wochenende mal zu meinen Eltern fahren? Die haben wir auch schon länger nicht mehr gesehen.

Sie steht auf und geht zum Kinderbett von Carl. Sie streicht ihrem Sohn liebevoll über die Wange. Tom sieht ihr nach.

Hm, das stimmt. Aber wir wollten doch Samstag Abend ins Theater gehen und meine Mutter hatte schon angeboten, dass sie sich in der Zeit um Carl kümmern könnte.

Jennifer schaut ihn an. Ihr Stimme fängt an zu zittern und sie spricht leise.

Ach so… Ich dachte nur, dass wir auch mal wieder etwas mit meiner Familie unternehmen könnten. Deine Eltern sind so oft hier.

Tom richtet sich auf dem Sofa auf. Seine Stimme erhebt sich.

Dagegen spricht doch absolut nichts. Aber wenn meine Mutter es schon extra anbietet, können wir ihre Hilfe doch auch annehmen, oder nicht?!

Tom geht genervt aus dem Raum. Jennifer legt Carl wieder in sein Bett und setzt sich aufs Sofa. Sie fängt an zu weinen. So hatte sie sich den Familienalltag nicht vorgestellt. Früher hatten sie sich nie wegen solchen Themen gestritten. Im Moment kommt das jedoch alle paar Tage vor und die beiden streiten sich häufig wegen diesem Thema. 

Als Carl noch ganz klein war, gab es fast keine Spannungen zwischen ihr und Tom. Können sich die beiden anders verhalten, um weniger zu streiten? Oder können die auftretenden Probleme langfristig geklärt werden? Die Situation belastet Jennifer. Sie würde gerne mehr Zeit mit ihren eigenen Eltern verbringen und wünscht sich, dass die Eltern von Tom nicht so aufdringlich sind. Aber mit Tom möchte sie darüber nicht sprechen. Er reagiert auf dieses Thema sehr empfindlich.

Mann hält sich angestrengt die Ohren zu.

Analyse des Eltern-Konflikts

Neue Lebenssituation

Mit der Geburt von Carl ist eine neue Lebenssituation entstanden. Jennifer und Tom sind jetzt Eltern und müssen für ein kleines Kind Verantwortung übernehmen. Diese neuen Rollen bringen viele Erwartungen mit sich. Wie möchten wir unser Kind erziehen? Auf welche Werte legen wir wert und wie wird sich unser Kind in Zukunft entwickeln?

Auch die Großeltern wünschen sich, dass ein Kind auf eine gesunde Weise heranwächst und sich gut entwickelt. Deshalb versuchen sie manchmal, die Kindesentwicklung individuell zu beeinflussen. Dabei greifen sie auch ein Stück in das Leben von Jennifer und Tom ein. Ihre Absicht ist dabei keinesfalls, dass sie den beiden kein Vertrauen schenken. Es geht ihnen eher darum, dass sie dem Kind bei einem guten Start in das neue Leben helfen möchten. Manchmal mischen sich die Großeltern jedoch auch aus anderen Gründen intensiv in die Erziehung ein.

Stressfaktoren, die eine Kommunikation verändert

In dem Beispiel sind viele Stressfaktoren zu erkennen. Jennifer und Tom sind durch die anstrengenden Nächte mit Carl müde und kraftlos. Jennifer ist außerdem dadurch gestresst, dass sich Toms Eltern so intensiv in die Kindeserziehung einmischen. Sie würde Carl am liebsten nur gemeinsam mit Tom erziehen. Diese Haltung zeigt sich auch in ihrer Kommunikation.

Tom hat nicht so viel Verständnis für die Haltung seiner Frau. Für ihn ist die zusätzliche Unterstützung seiner Eltern eine Entlastung. Tom ist bei der Erziehung von Carl noch sehr unsicher. Deshalb ist er über jede zusätzliche Hilfe sehr dankbar.

Gegenseitige Erwartungen

Jennifer und Tom sind ein eingespieltes Liebespaar. Sie lieben sich sehr. Als Elternpaar müssen sie sich erst noch finden und in die neue Situation hineinwachsen. Dieser Prozess braucht Zeit. Zwischen den beiden gibt es außerdem unausgesprochene Erwartungen und Gefühle. Dadurch können Spannungen und Konfliktsituationen entstehen.

Frühere Verletzungen

In der Kommunikation von Jennifer und Tom sind Signale für emotionale Verletzungen aus der Vergangenheit erkennbar.

Zwei Beispiele: 

Zugehörigkeit

Ach so… Ich dachte nur, dass wir auch mal wieder etwas mit meiner Familie unternehmen könnten. Deine Eltern sind so oft hier.

Jennifer ist momentan sehr unsicher und fühlt sich unwohl. Ihr gefällt es nicht so gut, dass Toms Eltern so oft bei ihnen zu Hause sind und ihre Eltern sie im Vergleich dazu nicht so häufig besuchen. Deshalb empfindet sie die Situation als unausgeglichen und unangenehm. Diese Haltung zeigt sie auch in ihrer Kommunikation. Vielleicht gibt es auch emotionale Verletzungen zwischen Jennifers Eltern und ihr. 

Anerkennung, Wertschätzung, Respekt

Dagegen spricht doch absolut nichts. Aber wenn meine Mutter es schon extra anbietet, können wir ihre Hilfe doch auch annehmen, oder nicht?!

Toms Aussage zeigt, dass er es schade findet, dass Jennifer die Hilfe seiner Eltern nicht anerkennt. Er versteht nicht, wieso sie sich nicht über die Unterstützung freut und die freie Zeit mit ihm genießen kann. Vielleicht hat Tom so eine Situation in der Vergangenheit schon einmal erlebt. Er legt großen Wert darauf, dass die Unterstützung von seinen Eltern anerkannt wird.

Paar sitzt verliebt auf einem Teppich im Wohnzimmer.

Lösung im Paar-Coaching

Jennifer und Tom haben das Ziel, ein starkes Elternpaar zu werden. Sie wollen in der Erziehung die gleichen Werte und Glaubenssätze vermitteln und im Alltag besser miteinander kommunizieren. Ihnen ist es wichtig, dass sie Konfliktsituationen ruhig und effektiv auflösen können.

Bisher konnten die beiden ihre Probleme recht gut alleine lösen. In ihrer aktuellen Situation und durch die verschiedenen Stressfaktoren stoßen sie allerdings an eine Grenze. Sie wünschen sich professionelle Hilfe und googeln „Paartherapie Kiel“.

Akute Besserung der Situation

Bei einer Paartherapie wollen wir im ersten Schritt für die aktuelle Situation zeitnah Maßnahmen umsetzen. Wir erklären dem Paar die Lebensregeln, stellen die neue Lebenssituation vor und erklären das Konzept eines Elternpaares. Dadurch wird ein erstes, grundlegendes Verständnis bei dem Paar aufgebaut. 

Im zweiten Schritt geht es darum, dass beide lernen, wie sie ihre Erwartungen und Bedürfnisse aussprechen können. 

Bei einem Coaching helfen wir dem Paar dabei, praktische Handlungsstrategien für den Alltag aufzubauen und so auftretende Probleme und Unsicherheiten frühzeitig aufzulösen.

Eine langfristige und nachhaltige Lösung

Im weiteren Verlauf der Paartherapie geht es darum, die zwischen Jennifer und Tom bestehenden emotionalen Verletzungen aufzulösen. Dies gelingt uns mit Hilfe der System Empowering Methode. 

Bei dem Empowermentprozess gehen wir an den Punkt in eurer Vergangenheit zurück, an dem es mal gut war. Von dort an lösen wir die entstandenen emotionalen Verletzungen chronologisch und systematisch auf. Im Beispiel von Tom wäre das vielleicht der Moment, in dem die Hilfe seiner Eltern zum ersten Mal nicht gesehen und anerkannt wurde. Jennifer kann Toms negative Gefühle sehen und übernimmt die Verantwortung dafür. Das löst in Tom Erleichterung aus. Er fühlt sich von seiner Frau verstanden und gesehen. Dadurch merkt er, wie sich seine Haltung ihr gegenüber ganz von selbst verändert.

Auf diese Weise lösen wir gemeinsam alle entstandenen emotionalen Verletzungen auf. So können beide eine neue Haltung zueinander aufbauen und wie harmonisch und wertschätzend miteinander umgehen. Durch das Coaching haben sie zum Beispiel die Lebensregeln und die Systemgesetze kennengelernt. Jetzt können sie Konflikte oder Probleme selbstständig auflösen.

Im Empowermentcoaching erreichen wir auf verschiedenen Ebenen das Ziel des Paares. Dadurch, dass wir die emotionalen Verletzungen aus der Vergangenheit auflösen, kann das Paar auch langfristig eine neue Haltung zueinander einnehmen.  Wenn wir uns ausschließlich mit dem akuten Verhalten befassen würden, könnte keine nachhaltige Veränderung zwischen Jennifer und Tom entstehen. Durch die System Empowering Methode kann das Elternpaar wieder langfristig eine harmonische Beziehung führen.

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