Zusammenziehen: So wird dieser Schritt nicht zu einer Belastung für eure Beziehung!

liebevoll verfasst von 
Laura
veröffentlicht am 29. April 2021 in der Kategorie 
in 7 Minuten lesen

Eine Beziehung kann voller Liebe sein, für die meisten ist sie jedoch dann erst wirklich komplett und zweisam, wenn beide Partner unter einem gemeinsamen Dach leben. Egal ob morgens beim Erwachen oder abends beim Einschlafen, dein Schatz ist immer an deiner Seite und bekommt gleichzeitig alles von deinem Alltag mit. Allerdings kann genau dieser Schritt eine Belastungsprobe werden. Denn wo ihr euch zuvor nur zum Zweck der Gemeinsamkeit, der Romantik getroffen habt, werdet ihr nun „in guten wie in schlechten Tagen“ den Alltag gemeinsam bestreiten. 

Damit die erste gemeinsame Wohnung kein Schritt in die falsche Richtung wird, solltet ihr einiges beachten. In diesem Blog-Beitrag haben wir für euch die wichtigsten Punkte zusammengefasst.

Trefft die Entscheidung unbedingt gemeinsam und ohne Druck

Warum möchtet ihr zusammenziehen? Dafür kann es durchaus mehrere Gründe geben. Der wichtigste sollte jedoch dieser sein: Weil ihr beide ein gemeinsames Leben führen möchtet. Alles, was sonst noch an Vorteilen kommt, etwa reduzierte Wohnungskosten, sollte zweitrangig sein.

Doch selbst wenn ihr beide prinzipiell aus Liebe zusammenziehen möchtet, so sollte keiner von euch Bedenken haben oder „Überredung“ benötigen. Wenn einer nicht nach kurzer Bedenkzeit überzeugt ist, könnt ihr die Idee noch etwas verschieben; das schadet eurer Beziehung längst nicht so sehr, als wenn einer sich gezwungen fühlt. Ihr könnt dann zum Beispiel reflektieren, wann das Zusammenziehen stimmiger für euch wäre. So trefft ihr ohne vorprogrammierte Konflikte die richtige Entscheidung.

Falls ihr in diesem Zusammenhang noch mehr zu Konflikten durch verschiedene Zukunftsvorstellungen lesen möchtet, schaut unbedingt mal in diesem Artikel vorbei. Dort stellen wir euch eine Beispielsituation vor und zeigen, wie ein solcher Konflikt nachhaltig gelöst werden kann.

Sprecht ehrlich miteinander über eure Unzugänglichkeiten

Egal wie lange man zusammen ist, solange kein eigener Haushalt besteht, zeigen sich die meisten Menschen gegenüber der Partnerin oder dem Partner von einer bewusst oder unbewusst besonders positiven Seite. Lebt ihr jedoch zusammen, werden all die großen und kleinen unschönen Macken, die wir alle haben, sichtbar. 

Vielleicht schüttelst du morgens nur die Kissen auf, statt das Bett ordentlich zu machen; vielleicht schneidet dein Partner seine Zehnägel auf der Couch, anstatt im Bad. Was es auch sein mag, ihr solltet vor dem Zusammenziehen über ein paar dieser Dinge sprechen, damit sie nicht zur unschönen Überraschung werden. 

Manchmal kommt es auch dazu, dass eine Angewohnheit weitergeführt wird und bei der anderen Person ungute Gefühle auslöst. Wenn einer von euch zum Beispiel sein Geschirr nie sofort wegräumt, kann das für den anderen belastend wirken, da er dies vielleicht schon immer so gemacht hat und Sauberkeit sehr schätzt. Sollte es einmal zu einer solchen Situation kommen, könnt ihr in einer ruhigen Atmosphäre darüber sprechen und eine geeignete Lösung finden. Ein harmonisches Streitgespräch zu führen ist hierfür ein essenzieller Schritt.

Wichtig: Bleibt immer offen dafür, gewisse Dinge eurem Partner zuliebe abzustellen. Zwar ist es für ein harmonisches Zusammenleben nötig, manches zu tolerieren, jedoch hat alles seine Grenze. Auch hierbei kann ein gemeinsames Gespräch der Schlüssel zum Glück sein.

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Legt euer Finanzverhalten voreinander offen

Spätestens mit dem Zusammenziehen werdet ihr das eingehen, was im Rechtsdeutschen eine „eheähnliche Gemeinschaft“ genannt wird. Damit gehen nicht zuletzt einige rechtliche Besonderheiten einher. Die wichtigste Tatsache ist folgende: Ihr seid nun - zumindest bei den Wohn- und Lebenshaltungskosten - aneinander gebunden.

Vor dem Zusammenziehen ist deshalb der letzte Zeitpunkt, an dem ihr euch ehrlich über eure Finanzen aussprechen könnt. Tut es unbedingt, auch wenn dabei vielleicht unangenehme Dinge ans Licht kommen. Dadurch schafft ihr eine gesunde Basis, auf der ihr euer Zusammenleben aufbauen könnt. Ihr wisst über die Lage eurer Partnerin oder eures Partners Bescheid und könnt euch in finanzieller Hinsicht so verhalten, wie es für euch beide stimmig ist.

Wichtig: Zusammenziehen bedeutet keinesfalls, dass ihr eure Konten zusammenlegen müsst. Im Gegenteil, diese finanzielle Freiheit solltet ihr euch mindestens so lange bewahren, bis sich euer Zusammenleben in der Praxis bewährt hat. Zuvor könntet ihr alternativ zum Beispiel in ein gemeinsames Haushaltskonto einzahlen, von dem beispielsweise die Miete abgeht. 

Verteilt finanzielle Lasten auf beide Schultern

Zusammenziehen kann ganz schön teuer sein. Insbesondere deshalb, weil es für eure Beziehung nur vorteilhaft sein kann, wenn ihr gemeinsam einrichtet – dazu jedoch später mehr. 

Das heißt, ihr werdet für die Wohnung gemeinsame Ausgaben haben. Diese sollten jedoch keinesfalls zulasten des einen gehen – etwa dann, wenn einer von euch viel angespart hat, der andere jedoch gar nichts. Überlegt euch deshalb vorab, welche Dinge für euch am wichtigsten sind und in was ihr zuerst investieren möchtet. Steht für euch zum Beispiel die Einrichtung des Wohnzimmers an oberster Stelle, könnt ihr mit diesem Thema beginnen.

Falls ihr eure Wohnung gerne von vorn herein vollständig einrichten möchtet, könnt ihr zum Beispiel gemeinsam als Kreditnehmer auftreten. Nehmt dabei bloß nicht viele kleine Finanzierungsangebote in Einrichtungshäusern wahr, sondern einen großen Kredit. Erstens belastet dieser euch (auch in Sachen Schufa) deutlich weniger, zweitens könnt ihr ihn auch gemeinsam online abschließen, ganz gleich, ob ihr bei unterschiedlichen Kreditinstituten Kunde seid. Drittens könnt ihr gerade durch das Vorgehen im Netz höchstwahrscheinlich auch noch manchen Prozentpunkt an Zinsen vermeiden. 

Wichtig: Oftmals lohnt es sich viele verschiedene Angebote im Internet zu vergleichen. Manchmal hat man Glück und findet einen interessanten Deal. Falls ihr am Anfang lieber keinen Kredit aufnehmen möchtet, könnt ihr euch natürlich auch nach und nach neue Möbel anschaffen und die Einrichtung so mit der Zeit voranbringen.

Sucht die Wohnung nach gemeinsamen Interessen aus

Zugegeben, je nachdem, wo ihr zusammenwohnen möchtet, kann der Wohnungsmangel dafür sorgen, dass ihr nehmen müsst, was ihr bekommen könnt. Dennoch solltet ihr versuchen, für euer Heim so viele Schnittmengen wie möglich zu finden. Und das beginnt schon bei der Lage.

Stell dir beispielsweise vor, du müsstest morgens nur eine halbe Minute zur Arbeit gehen, dein Partner jedoch müsste eine Dreiviertelstunde lang quer durch die Stadt fahren – damit wäre schon ein Grundstein für möglicherweise auftretende Probleme gelegt.

Auch solltet ihr euch zuvor Gedanken darüber machen, welche architektonischen Details euch wichtig sind – du möchtest vielleicht einen Balkon, ein Partner unbedingt ein kleines, abgetrenntes Heimbüro. Solche Sachen sind wichtig und ihr solltet unbedingt versuchen, auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen. Dies ist auch wichtig, damit jeder von euch sich auslebt und produktiv sein kann. Fällt es einem von euch zum Beispiel schwer in einem gemeinsamen Büro zu arbeiten, wären zwei getrennte Büros wichtig, damit ihr euch auf eure Arbeit konzentrieren könnt und nicht immer wieder ungute Gefühle in diesem Zusammenhang entstehen.

Wichtig: Wenn es finanziell machbar ist, versucht eine Wohnung mit einem kleinen Rückzugsraum zu finden. Auch in einer sehr harmonischen Beziehung ist es wichtig, dass jeder auch mal Zeit für sich hat. 

Richtet euch ein "gemeinsames" Heim ein

Es ist kaum möglich, zwei Menschen zu finden, die haargenau denselben Einrichtungsgeschmack haben. Auch bei euch wird es so sein – und Differenzen sind definitiv kein Hinweis darauf, dass ihr nicht gut harmonieren würdet. 

Das bedeutet jedoch: Je stärker eure Geschmäcker sich unterscheiden, desto weniger solltet ihr versucht sein, einfach nur eure bisherigen Wohnungseinrichtungen unverändert zusammenzulegen. 

Mitunter kann bereits ein frischer Anstrich genügen, um beispielsweise einen Tisch für euch beide tauglich zu machen. Wenn es jedoch nicht anders geht, solltet ihr lieber Vorhandenes verkaufen und euch etwas Gemeinsames neu anschaffen. Seid bei dieser Vorgehensweise ruhig fleißig, umso mehr wirkt eure Wohnung wie aus einem stilistischen Guss. 

Das bedeutet allerdings auch, dass ihr viel Toleranz üben solltet. Kämpft bitte nicht um in der Realität unwichtige Einrichtungsdetails. Keine Wandfarbe ist es wert, sich darüber mit seiner Partnerin oder seinem Partner zu streiten. Und so vieles von dem, was in der Aussuch- und Vorbereitungsphase unglaublich wichtig erscheint, sieht man schon nach wenigen Wochen in der Wohnung sowieso nicht mehr.

Stellt gemeinsame Regeln auf

Du füllst vielleicht nicht gerne Kaffee nach, dein Partner hat es nicht so mit dem Bügeln. Die Wohnung will regelmäßig gereinigt werden und ihr möchtet zumindest abends gemeinsam essen. Es sind solche Dinge, über die sich viele Paare erst Gedanken machen, wenn sie die erste Nacht im gemeinsamen Bett verbracht haben. Und sie können durchaus die Wurzel für Zwist legen, denn der Haushalt ist im Alltag der mit Abstand häufigste Streitpunkt unter Paaren

Durch diesen Trick könnt ihr einer solchen Streitsituation ganz einfach entgehen! Schreibt vorher für euch nieder, was ihr in Sachen Haushaltsführung…

  • …besonders gerne macht;
  • …gar nicht mögt;
  • …gut könnt;
  • …eher schlecht beherrscht.

Dann vergleicht ihr einfach und teilt die Aufgaben auf. Lasst euch dabei auch nicht in irgendwelche neuen oder alten Geschlechterrollen drücken. Es muss für euch beide stimmig sein - wenn es das ist, dann ist es gut.  

Wachst als Team zusammen

Egal wie stark eure Liebe auch ist, solange ihr in getrennten Haushalten lebt, werdet ihr immer noch eine gewisse Unabhängigkeit haben – dein Partner ist ja nicht ständig bei dir oder du bei ihm. 

Zieht ihr zusammen, wird diese Unabhängigkeit mit euch ziehen. Teils ist das gut, denn ihr sollt und wollt natürlich eigenständige Charaktere bleiben und nicht zu etwas verschmelzen, das von euren Freunden wie „Brangelina“ angesehen wird. Allerdings hat die Unabhängigkeit auch schlechte Seiten. Etwa die, dass ihr Dinge im Haushalt oder Leben vollkommen unterschiedlich angeht. 

Hierin findet sich die letzte große Hürde eines harmonischen Zusammenlebens und auch diejenige, an der ihr wahrscheinlich am längsten arbeiten müsst: versucht bei allem zwischen Aufstehen und Zeit für Sex immer einen Konsens zu finden. Gebt nach, lasst euch aber auch nicht verbiegen.

Wichtig: Lasst in der gemeinsamen Wohnung niemals zu, dass der Alltag sich wie Mehltau auf eure Liebe legt. Selbst wenn ihr euch jetzt tagtäglich seht und allnächtlich nebeneinander schlaft, solltet ihr immer für die Liebe Platz freiräumen – und sei es nur ein schneller Kuss samt Popo-Klaps, wenn ihr gerade die Wocheneinkäufe verstaut habt. 

Unser Fazit

Zusammenziehen ist der auswirkungsreichste Schritt, den ihr als Paar gehen könnt. Wahrscheinlich noch deutlich größer als eine Heirat – denn nur beim Zusammenziehen stellt ihr eure Beziehung erstmalig auf die Alltagsprobe. 

Der wichtigste Schlüssel, um hierbei zu bestehen, ist eine riesige Portion Kompromissfähigkeit. Nur dann kann eure Liebe daran wachsen, wenn ihr tagtäglich zusammen seid und wird nicht durch die negativen Seiten eines jeden Menschen und den Stress des Alltags demoliert. 

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