Toxische Beziehung: Anzeichen, Merkmale und Lösungswege

liebevoll verfasst von 
Laura
veröffentlicht am 1. August 2022 in der Kategorie , ,

Leider kommt es immer mal wieder vor, dass manche Menschen sich in ihrer Beziehung nicht vollständig wohl fühlen. Hierzu kommt es beispielsweise dann, wenn eigene Bedürfnisse oder Wünsche nicht wahrgenommen werden oder man das Gefühl hat, dass die Partnerschaft das persönliche Wachstum eher einschränkt und es nicht fördert. Sollten einer oder sogar beide Personen in der Beziehung psychischen und/oder körperliches Leid empfinden, dann spricht man in diesem Zusammenhang von einer toxischen Beziehung. Diese Arten der Partnerschaften äußern sich häufig durch einen Mangel an Gleichberechtigung. Das bedeutet, dass der eine Part in der Beziehung deutlich mehr Rechte hat und regelmäßig die Entscheidungen trifft, wohingegen der andere Part sich unterordnen muss. Ein weiteres Merkmal toxischer Beziehungen ist das Ungleichgewicht zwischen Autonomie und Bindung. Insgesamt wird eine toxische Partnerschaft häufig damit beschrieben, dass die Partnerin / der Partner einen schlechten Einfluss auf die andere Person hat. Dies führt zu dauerhaftem Leid, weniger Zufriedenheit und Anspannungen sowie Konflikten.

Solltet ihr aktuell das Gefühl haben, dass ihr in einer toxischen Beziehung feststeckt, seid ihr bei diesem Blog-Artikel genau richtig. Wir zeigen euch, woran ihr eine toxische Beziehung erkennt. Dadurch könnt ihr euren momentanen Verdacht bestätigen oder widerlegen. Solltet ihr festgestellt haben, dass es sich tatsächlich um eine Partnerschaft mit unguten Dynamiken handelt, könnt ihr anschließend herausfinden, welche Ursachen sich dahinter verbergen könnte und welche Folgen das für die Beziehung haben kann. Zum Schluss zeigen wir euch, wie ihr vorgehen könnt, wenn ihr in einer toxischen Beziehung steckt und euch einen Ausweg wünscht.

Toxische Beziehung: Anzeichen und Signale dafür, dass ihr in einer toxischen Beziehung steckt

Eine Beziehung kann sich über die Monate und Jahre, in denen man ein Paar ist, durchaus verändern. Man wächst gemeinsam, verändert seine Routinen und entwickelt sich. Allerdings kann eine solche Entwicklung auch negativ sein. Manchmal ist es gar nicht so einfach zu erkennen, ob man in einer toxischen Beziehung steckt oder nicht. Schließlich gibt es in der Regel nicht den einen Moment, der den Beziehungsalltag von heute auf morgen verändern. Viel mehr handelt es sich um einen schleichenden Prozess, der einem manchmal nicht so recht bewusst ist. Wenn ihr euch aktuell fragt, ob eure Beziehung toxisch sein könnte, könnt ihr euch zur Beantwortung dieser Frage die nachfolgend aufgelisteten Merkmale ansehen. Wenn ihr bei vielen dieser Signale das Gefühl habt, dass diese auf eure Beziehung zutreffen, könnte es sein, dass sie tatsächlich toxisch ist. Allerdings kann es sich auch um andere Hintergründe und Zusammenhänge handeln. Betrachtet die Liste deshalb nicht als endgültige Bestätigung für oder gegen eine toxische Beziehung, sondern viel mehr als einen ersten Anhaltspunkt.

  • Zu Beginn der Beziehung wurdet ihr mit positiven Gefühlen überschüttet.
    Gerade dann, wenn man frisch zusammengekommen ist, schwebt man oftmals im 7. Himmel. Alles fühlt sich dann wunderschön an und oft findet man keinen Grund, weshalb das Zusammensein jemals enden sollte. Wenn ihr in dieser Phase allerdings mit übermäßig positiven Gefühlen überschüttet werdet, könnte dies auf eine toxische Beziehung hindeuten.
  • Die Beziehung hat verhältnismäßig schnell begonnen.
    Manchmal entwickelt es sich einfach so, dass man schon nach einer kurzen Kennenlernphase eine Beziehung eingeht, weil sich die gemeinsame Zeit einfach richtig und schön anfühlt. Daran ist auch nichts verwerflich. Allerdings sind auch toxische Beziehung oft davon gekennzeichnet, weshalb dies ein weiteres Merkmal darstellt.
  • Euer Beziehungsalltag ist von extremen Hochs und Tiefs geprägt.
    In einer Beziehung gibt es manchmal Phasen, in denen man mehr streitet als in anderen. Sollten diese Phasen allerdings sehr extrem sein und z.B. durch heftige Konflikte geprägt sein, dann könnte dies ein Hinweis darauf sein, dass ihr es mit einer toxischen Beziehung zu tun habt.
  • Das, was ihr für die andere Person tut, ist nie genug.
    Toxische Beziehungen sind oftmals davon geprägt, dass es ein Ungleichgewicht zwischen Geben und Nehmen gibt. Solltet ihr dauerhaft das Gefühl haben, dass ihr die andere Person immer unterstützt, ihr Gutes tut und viel investiert, aber dies euch gegenüber nicht zurückgegeben wird, könnte dies ein Anzeichen für eine toxische Beziehung sein.
  • Bei Streitigkeiten und Auseinandersetzungen seid ihr regelmäßig selbst schuld.
    Bei Konflikten gibt es nicht immer einen Schuldigen. Außerdem spielt es auch keine Rolle, wen man so benennen darf, da es bei der Auflösung von Konflikten wichtiger ist Verantwortung zu übernehmen und ungute Gefühle zu lösen. In einer toxischen Beziehung ist die Schuldfrage allerdings sehr präsent. Oft ist man die Person, die den Streit scheinbar verursacht hat. Das führt dazu, dass man sich bei Meinungsverschiedenheiten häufig schlecht und unwohl fühlt.
  • Der Alltag ist von Manipulation und Verunsicherung geprägt.
    Toxische Beziehung kommen häufig dadurch zum Vorschein, dass man sich von der Partnerin oder dem Partner manipuliert fühlt oder dass sie/er einen selbst durch die eigenen Aussagen oder Ansichten verunsichert. Dies schränkt häufig auch die persönliche Weiterentwicklung ein.
  • Die eigenen Grenzen werden überschritten.
    Jeder Mensch hat Grenzen, die er in bestimmten Lebensbereichen zieht. Führt man eine Beziehung mit einer toxischen Person, dann werden diese Grenzziehungen häufig ignoriert und überschritten. Dies sorgt dafür, dass man sich unwohl fühlt und dass das Gefühl von Wertschätzung, Anerkennung und Respekt in der Partnerschaft nachlässt.
  • Man sorgt weniger für sich und ignoriert seine eigenen Bedürfnisse.
    Eine toxische Person wünscht sich oftmals Aufmerksamkeit und vermittelt einem das Gefühl, dass man selbst nicht gut genug ist. Diese unguten Emotionen tragen regelmäßig dazu bei, dass man eigene Bedürfnisse oder Ansichten ignoriert und etwas dafür tut, dass man der anderen Person gefällt.
  • Die toxische Person kontrolliert regelmäßig den eigenen Alltag.
    Toxische Menschen wünschen sich ein hohes Maß an Kontrolle. Deshalb überprüfen sie häufig, was ihre Partnerin bzw. ihr Partner so tut. Sollte ihnen dies nicht gefallen, kann es sein, dass sie die Handlungen/Entscheidungen der anderen Person schlechtreden und niedermachen. So kommt es auch zur Isolation und dazu, dass man sein Verhalten immer mehr auf die toxische Partnerin/den toxischen Partner ausrichtet.
  • Ein Leben ohne die andere Person scheint unmöglich zu sein.
    Wenn man schon länger ein Paar ist, dann ist es ganz normal, dass man den Alltag mehr aufeinander ausrichtet und auch ein Leben als Single weniger vorstellbar wird. Gerade in toxischen Beziehungen ist dieses Abhängigkeitsgefühl allerdings sehr stark und einnehmend. Das führt dazu, dass man alles tut, um der Partnerin/dem Partner zu gefallen und die Partnerschaft dadurch aufrecht zu erhalten.
  • Wichtige Systemgesetze werden nicht eingehalten.
    Im SystemEmpowering gibt es verschiedene Systemgesetze, die eingehalten werden sollten, damit der Alltag erleichtert wird und das System sowie dessen Fundament nicht ins Wanken geraten. Allerdings sind toxische Beziehung häufig von fehlendem Respekt und mangelhafter Wertschätzung geprägt. Dies sort langfristig dafür, dass sich Unzufriedenheit und Leid in der Partnerschaft ausbreitet.
  • Es fällt einem überaus schwer den Schlussstrich in der Beziehung zu ziehen.
    Eine Trennung ist selbstverständlich nie leicht. Aber gerade dann, wenn man in einer toxischen Beziehung steckt und die Abhängigkeit sehr groß ist, fällt es oft besonders schwer die Partnerschaft hinter sich zu lassen.
  • Man wünscht sich eine Veränderung für die Beziehung.
    Eine Partnerschaft ist vom ständigen Wandel geprägt. Manchmal kommt es vor, dass man sich für die Beziehung eine Veränderung wünscht, da die aktuellen Strukturen nicht wohltuend sind. Auch dies kann natürlich ein Indikator für eine toxische Beziehung haben, allerdings sind hierbei auch viele andere Gründe möglich.

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Toxische Beziehung: Ursachen und Gründe

Wie so häufig gibt es auch bei der näheren Betrachtung einer toxischen Beziehung nicht den einen Grund dafür, dass sie besteht. Häufig sind die Ursachen dafür, dass die Partnerschaft toxisch geworden ist, allerdings in der Vergangenheit zu finden. Wir zeigen euch, welche Auslöser besonders häufig sind und warum die toxischen Verhaltensweisen jeweils zustande gekommen sind.

Emotionaler Mangel / Negative Glaubenssätze aus der Kindheit

In vielen Fällen sind Erlebnisse und Situationen aus der Kindheit sehr prägend für uns und führen dazu, dass wir uns auch im Erwachsenenalter noch entsprechend verhalten. Ein Grund dafür, dass toxische Verhaltensweisen bestehen, kann die fehlende emotionale Nähe und Liebe in der Kindheit sein. Wenn man früher oft alleine war und wenig Zuneigung verspürt hat, verhält man sich in der Gegenwart oft auch dementsprechend. Man gibt dann beispielsweise wenig Liebe und verhält sich nicht immer wertschätzend oder respektvoll, sondern ist eher auf sich fokussiert. Gleichzeitig können auch prägende Glaubenssätze aus der Kindheit für die toxische Beziehung verantwortlich sein. Dann hat man beispielsweise verinnerlicht, dass man sich selbst stets an erste Stelle stellen sollte oder das andere Menschen nicht so viel wert sind wie man selbst. Diese Glaubenssätze erklären dann, warum man sich auch in der Beziehung heute eher dominant verhält und die Anerkennung von der anderen Person sucht.

Suche nach einem Ebenbild der Eltern

Die eigenen Eltern stellen oftmals für einen selbst ein Vorbild dar. Man bewundert dann vielleicht, was sie alles erreicht haben oder wie ihre Beziehung verläuft. Außerdem übernimmt man oftmals unbewusst bestimmte Verhaltensweisen. Gerade dann, wenn in der Partnerschaft der Eltern auch toxische Züge erkennbar sind, kann es sein, dass man die eigene Beziehung ebenfalls auf diese Weise gestaltet. Man hält es dann womöglich für richtig, die andere Person ständig zu kontrollieren oder Konflikte lautstark auszutragen.

Ungleichgewicht zwischen der Herz- und der Schwert-Seite

Im SystemEmpowering ist es erstrebenswert, dass man die Herz- und die Schwert-Seite ausgeglichen gestaltet. Dies spiegelt sich darin wieder, dass man einerseits liebevoll und anerkennend sein kann, aber auch zu seiner Meinung steht und kritikfähig ist. Wenn ein Ungleichgewicht zwischen beiden Seiten besteht, dann kann dies belastende Dynamiken in der Beziehung hervorrufen. Im Falle einer toxischen Beziehung kann es dann zum Beispiel sein, dass die Herz-Seite wenig ausgeprägt ist. Deshalb empfindet man auch das Gleichgewicht zwischen Geben und Nehmen als wenig relevant und schenkt der Partnerin/dem Partner nur zu Beginn der Beziehung viel Aufmerksamkeit. Im Vergleich dazu könnte die Schwert-Seite ausgeprägter sein, was die hitzigen Diskussionen erklären würde.

Geringes Selbstwertgefühl

Menschen können sich bezüglich der Ausprägung ihres eigenen Selbstwertgefühls stark voneinander unterscheiden. Häufig ist es so, dass Personen mit einem geringen Selbstbewusstsein den schwachen Part in der Beziehung einnehmen. Dies zeigt sich gerade in einer toxischen Partnerschaft, in der es eine starke Abhängigkeit gibt und in der oftmals einer Person vermittelt wird, dass sie nicht gut genug ist. Dieser Mensch wäre in diesem Fall dann die Person mit dem geringen Selbstwert.

Angst vor dem Alleinsein

Manche Menschen tragen bestimmte Ängste und Sorgen in sich, die sie im Alltag sowie in Bezug auf ihre Verhaltensweisen leiten. Gerade die Angst vor dem Alleinsein kann sehr belastend sein. Dann fürchtet man sich davor ohne jemand anderen dazustehen. Dies führt oftmals dazu, dass man ständig eine Beziehung führen möchte und an ihr festhält, auch wenn sie einem gerade nicht sonderlich guttut. Diese Angst kann deshalb auch der ausschlaggebende Punkt dafür sein, warum man es nicht schafft die toxische Beziehung zu beenden.

Psychische Störungen

Psychische Störungen können nicht nur für die jeweils betroffene Person, sondern auch für eine Beziehung sehr belastend sein. Gerade eine narzisstische Persönlichkeitsstörung kann ein Teil der toxischen Beziehung sein. Dann ist die Partnerin/der Partner außergewöhnlich egoistisch und selbstsüchtig und weist eine ausgeprägte Arroganz auf. Diese Verhaltensweisen können eine Partnerschaft toxisch werden lassen. Man fühlt sich dann regelmäßig wie der unterwürfige Part in der Beziehung oder hat das Gefühl, dass man nicht gut genug sei.

Folgen von toxischen Beziehungen: Darum solltet ihr schnellstmöglich eingreifen!

Eine toxische Beziehung kann mit der Zeit sehr belastend sein. Allerdings fällt es Betroffenen trotzdem sehr oft schwer, das Problem vor der Partnerin/dem Partner anzusprechen oder die Beziehung zu beenden. Halten die toxischen Züge in eurer Beziehung längerfristig an, kann dies allerdings verschiedene Folgen mit sich bringen.

Hierbei kann es sich zum Beispiel um andauernde Unzufriedenheit handeln. Diese bezieht sich dann beispielsweise darauf, dass die eigenen Bedürfnisse nicht erfüllt werden und dass man sich häufig minderwertig fühlt. Dadurch fühlt man sich regelmäßig unwohl, ist niedergeschlagen und enttäuscht.

Hat man bereits erkannt, dass man in einer toxischen Beziehung steckt, aber schafft es einfach nicht einen Ausweg zu finden, kann auch dies sehr belastend sein. Womöglich ist man sich sogar schon sicher, dass eine Trennung der einzige Weg ist, aber kann den letzten Schritt nicht gehen. Das führt dazu, dass man immer länger in der Beziehung gefangen ist, obwohl man sich dies nicht wünscht. Dies kann neue emotionale Verletzungen mit sich bringen und die Unzufriedenheit wachsen lassen.

Durch die unguten Dynamiken, die im Rahmen einer toxischen Beziehung bestehen, kann es außerdem vorkommen, dass man weniger auf sich hört, sich nichts Gutes mehr tut und auf der Stelle stehen bleibt. Man vernachlässigt seine eigenen Bedürfnisse also immer mehr und wird unglücklich. Hier ist es wichtig, dass man zeitnah einen Ausweg findet, um endlich wieder glücklich zu werden.

Toxische Beziehung beenden: Wie kann das funktionieren?

Für viele Menschen besteht der einzige Ausweg aus einer toxischen Beziehung in der Trennung von der Partnerin oder dem Partner. Natürlich kann es auch andere Wege geben. Speziell in diesem Abschnitt wollen wir allerdings erklären, wie ihr die Trennung vollbringen und die toxische Partnerschaft hinter euch lassen könnt. Dafür haben wir eine übersichtliche Schritt-für-Schritt-Anleitung für euch zusammengestellt, durch die ihr die Trennung meistern könnt.

Schritt 1: Werdet euch über eure aktuelle Situation bewusst

Wenn man bereits für sich herausgefunden hat, dass man in einer toxischen Beziehung steckt, dann ist es nachfolgend sehr wichtig für sich zu reflektieren, wie es nun weitergehen soll. Wie bereits einleitend erklärt ist für viele die Trennung die einzige Möglichkeit. Allerdings trifft man eine solche Entscheidung üblicherweise nicht von heute auf morgen. Vorab ist es wichtig, dass man sich darüber bewusst wird, ob man die Beziehung wirklich nicht weiterführen möchte. Hier kann der ÖkoCheck helfen, um mögliche negative Konsequenzen im Fall der Trennung zu beleuchten. Hinzu kommt, dass es gerade bei länger andauernden Beziehungen oftmals sehr schwer ist sie einfach zu beenden. Hier hilft es, die eigene Haltung zu stärken und sich bewusst darüber zu werden, welche Bedürfnisse und Wünsche man aktuell hat. Wenn diese nicht zu der Beziehung passen und man das Gefühl hat, dass man in seinem persönlichen Wachstum eher eingeschränkt als gefördert wird, könnte eine Trennung der richtige Weg sein.

Solltet ihr euch auch nach längerem Überlegen unsicher darüber sein, wie es weitergehen kann, ist es auch völlig legitim den nächsten Schritt einzuleiten, ohne eine richtige Entscheidung getroffen zu haben. Wir erklären euch nachfolgend, warum das so ist.

Schritt 2: Sucht das gemeinsame Gespräch und zeigt eure Gefühle

Wenn ihr eine toxische Beziehung beenden möchtet, dann solltet ihr hierfür das Gespräch mit eurer Partnerin oder eurem Partner suchen - auch dann, wenn ihr keine Hoffnung mehr seht. Wir halten es immer für ratsam, dass man sich noch einmal in Ruhe über alles austauscht. Im gemeinsamen Gespräch könnt ihr eure eigene Haltung klarmachen und der anderen Person zeigen, welche unguten Gefühle euch aktuell umgeben. Die andere Person hat nun die Chance dies zu sehen und Verantwortung zu übernehmen. So können bestehende emotionale Verletzungen gelöst werden. Außerdem ist es natürlich auch wichtig, dass ihr eure Partnerin oder euren Partner stets aussprechen lasst. Auch sie/er hat das Recht, ihre/seine Wahrnehmung zu zeigen und ungute Gefühle auszusprechen. Ein gemeinsames Gespräch zur Auflösung der emotionalen Verletzungen ist generell wichtig, damit man Prägungen und Verletzungen nicht mit in die nächste Beziehung nimmt. Sollte eure Partnerin oder euer Partner nicht für ein Gespräch bereit sein, dann könnt ihr euch auch selbstständig der Auflösung von emotionalen Verletzungen stellen.

Wenn ihr im ersten Schritt noch keine richtige Entscheidung getroffen habt, dann könnt ihr dies spätestens nach eurem gemeinsamen Gespräch. Wie bereits erwähnt gibt es hierbei Raum, um emotionale Verletzungen zu lösen. Hiernach kann man oftmals viel klarer beurteilen, ob man sich weiterhin eine Beziehung vorstellen kann oder ob wirklich keine positiven Gefühle wie Liebe und Zuneigung mehr vorhanden sind. Solltet ihr das Gefühl haben, dass ihr eure Beziehung retten könnt, dann würden wir euch zu professioneller Unterstützung raten, um wieder ein stabiles Beziehungsfundament zu errichten und die Partnerschaft von Grund auf zu stärken.

Schritt 3: Zieht eure persönlichen Grenzen und steht zu ihnen

In einer Phase des Umbruchs ist es sehr wichtig, dass ihr euch über eure persönlichen Bedürfnisse und Grenzen klar werdet und zu ihnen steht. Solltet ihr euch zum Beispiel für eine Trennung entschieden haben, dann könnt ihr nun für euch reflektieren, wie sich der Trennungsprozess für euch am stimmigsten anfühlen würde. Möchtet ihr beispielsweise sofort aus der gemeinsamen Wohnung ausziehen oder ab sofort auf dem Sofa schlafen, dann ist das eure persönliche Grenzziehung und völlig in Ordnung. Es ist wichtig, dass ihr in dieser Situation auf euch hört und eure Grenzen auch gegenüber der Ex-Partnerin oder dem Ex-Partner kommuniziert. Gleichermaßen solltet ihr offen ihre/seine Bedürfnisse sein und als Team versuchen, die Trennung harmonisch durchzuführen.

Schritt 4: Klärt alle wichtigen Dinge für die Trennung ab

Gerade dann, wenn man seit vielen Jahren ein Liebespaar war und in einer gemeinsame Wohnung lebte oder sogar eine Familie gegründet hat, gestaltet sich der Trennungsprozess nicht immer so einfach und eindeutig, wie es manchmal von außen scheint. In dieser Phase würden wir euch dazu raten, euch nach und nach über alle zu klärenden Themen bewusst zu werden und mit Listen zu arbeiten, um nichts zu vergessen. Außerdem ist es wichtig, dass ihr als Team Absprachen trefft und beispielsweise klärt, wer in der Wohnung bleiben darf, was mit den Möbeln geschieht und so weiter. Um in dieser Phase des Wandels harmonisch zu gestalten ist es wichtig, dass ihr wertschätzend miteinander kommunizieren könnt. Dafür sollten emotionale Verletzungen Schritt für Schritt gelöst werden. Wie genau dieser Prozess funktionieren kann, zeigen wir euch in unserem Blog.

Schritt 5: Legt den Fokus auf euch selbst und tut euch etwas Gutes

Wenn ihr die Trennung gemeistert habt, konntet ihr eure toxische Beziehung erfolgreich hinter euch lassen und seid nun wieder auf euch gestellt. Diese Zeit könnt ihr nutzen, um euch eurer Bedürfnisse und Werte wieder bewusst zu werden und etwas für euch zu tun. Dies habt ihr schließlich in der letzten Zeit vernachlässigt. Klarheit in Bezug auf die Zukunft zu erhalten ist außerdem ein wichtiger Schritt, um den eigenen Alltag wieder wohltuender zu gestalten und auf seine persönlichen Ziele hinzuarbeiten. So steht euch für die Zukunft nichts mehr im Wege!

Toxische Beziehung: Hilfe durch ein Einzelcoaching oder die Paartherapie?

Eine toxische Beziehung zu beenden kann sehr schwierig und herausfordernd sein. Das liegt daran, dass man oftmals noch gar nicht so richtig weiß, wie man diesen Prozess gestalten soll. Außerdem kommt es häufig vor, dass man noch sehr an der Beziehung hängt und ein Leben als Einzelperson aufgrund von Abhängigkeiten und eingespielten Routinen nicht vorstellbar ist. Wenn ihr euch bei diesen Prozess Unterstützung wünscht, dann kann sich eine Beratung bei den Lebensidealisten hierfür eignen.

Solltet ihr euch als Einzelperson geeignete Tipps für die aktuelle Situation wünschen, würden wir euch zu einem Einzelcoaching raten. Hier können wir euch - auch wenn ihr alleine gekommen seid - bei dem gesamtem Trennungsprozess unterstützen und euch dabei helfen, wieder Klarheit in Bezug auf eigene Wünsche, Bedürfnisse und Visionen zu erhalten.

Wenn ihr gemeinsam mit der Partnerin oder dem Partner Klarheit erhalten, an der Beziehung arbeiten oder die Trennung einleiten möchtet, dann eignet sich hierfür eine Paartherapie. Dabei werden emotionale Verletzungen und Prägungen systematisch gelöst. So könnt ihr eure aktuelle Situation besser beurteilen und eine geeignete Lösung finden. Erfahrungsgemäß ist die Inanspruchnahme einer Paartherapie oftmals schwierig, da die Partnerin oder der Partner in der toxischen Beziehung sich hierfür nicht öffnet oder die Notwendigkeit dahinter nicht sieht. Solltet ihr allerdings trotzdem den Wunsch haben, euch mit euch und eurer Beziehung auseinanderzusetzen, kann eine Einzelberatung immer noch ein geeigneter Lösungsweg hierfür sein und eine spürbare Wirkung entfalten.

Unser Fazit

Eine toxische Beziehung kann sehr belastend sein und dazu führen, dass man sich im Alltag eingeschränkt fühlt, ein minderwertiges Gefühl entwickelt und die Beziehung nicht so richtig genießen kann. Dann stellt sich die Frage, was getan werden kann, um die aktuelle Situation zu verändern. Für viele stellt die Trennung die einzige Option dar. Wir haben euch in unserem Artikel gezeigt, wie ihr diesen Schritt einleiten könnt und was es dabei zu beachten gilt. Außerdem haben wir euch erklärt, inwiefern ihr professionelle Hilfe im Rahmen der toxischen Beziehung nutzen könnt.

ihr möchtet gerne noch mehr zu diesem Thema erfahren? Keine Sorge! In unserem Blog haben wir eine Vielzahl von spannenden Artikeln für euch erstellt, die euch weiterhelfen können. Dort zeigen wir euch beispielsweise, wie ihr die Trennung verarbeiten könnt und wo ihr Hilfe bei Trennung erhaltet. Außerdem bringen wir euch die SystemEmpowering Methode näher, durch die ihr euch emotionalen Verletzungen stellen könnt. Solltet ihr eure toxische Beziehung retten wollen, dann könnt ihr hierfür ebenfalls in unserem Blog vorbeischauen. Hier erklären wir zum Beispiel, wie man eine Beziehungskrise lösen kann und wieder eine wohltuende und harmonische Kommunikation im Alltag etabliert.

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