Podcast: Was die dunkle Jahreszeit mit Beziehungen macht und was man dagegen tun kann

liebevoll verfasst von 
Florian
veröffentlicht am 7. Januar 2021 in der Kategorie 
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So verhindert ihr, dass der Winter und die dunkle Jahreszeit eure glückliche Beziehung negativ beeinflusst!

Die dunkle Jahreszeit zieht ja bekanntlich die Stimmung nach unten - Die Tage sind kürzer und tagsüber wird es gar nicht mehr richtig hell.

Deshalb kann es schon mal sein, dass die Beziehung durch diese düstere Jahreszeit beeinflusst wird. Inwiefern möchten wir euch in unserer neuen Podcast-Folge zeigen.

Wir beschäftigen uns damit, was der Winter mit unseren Beziehungen macht und welche positiven und negativen Auswirkungen er hat. Durch die schlechtere Stimmung, die durch den Winter aufkommt, entstehen zum Beispiel mehr Konflikte mit dem Partner.

Was man dagegen machen kann und wie ihr es schaffen könnt, dass ihr trotz dieser dunklen Jahreszeit nicht runtergezogen werdet, möchten wir euch in dieser Episode erklären.

Unterhalb findet ihr das Transkript dieser Folge.

Herzlich Willkommen zu einer weiteren Podcast-Folge der Lebensidealisten! Ich bin Florian, ich bin Ina und wir sind Paartherapeuten und Coaches und helfen Paaren dabei raus aus der Krise hin zu einer glücklichen und harmonischen Beziehung. In dieser Folge soll es um die dunkle Jahreszeit gehen und was die dunkle Jahreszeit mit Beziehungen macht, warum in der dunklen Jahreszeit vermehrt Konflikte auftreten und wie ihr genau das verhindern könnt und harmonischer, glücklicher und zufriedener als Paar durch die dunkle Jahreszeit gehen könnt.

Wir wünschen dir ein frohes neues Jahr und einen guten Start in das neue Jahr, denn diese Folge erscheint direkt Anfang Januar 2021 und heute tatsächlich nehmen wir die Folge auf bei wunderschönem Sonnenschein draußen, was nicht die Regel hier in Norddeutschland ist im Dezember. Von daher haben wir heute eigentlich einen sehr schönen Tag und wir merken, dass die Energie voll da ist. Aber die dunkle Jahreszeit macht halt bei vielen von uns eine nicht ganz so wünschenswerte Wirkung. 

Welche Herausforderungen gehen mit der dunklen Jahreszeit einher?

So eine dunkle Jahreszeit - das kennt ihr wahrscheinlich auch - trägt halt immer so dazu bei, dass man das Gefühl hat, die Tage werden natürlich auch kürzer, man geht nicht mehr viel raus, man unternimmt nicht so viel - jetzt zu Coronazeiten ja sowieso nicht. Aber man hat das Gefühl, man geht im Dunkeln zur Arbeit und kommt im Dunkeln nach Hause und es bleibt einem nicht mehr viel vom Tag übrig. Das macht bei vielen Menschen den Effekt dass man schneller gereizt ist, genervt ist und das wirkt sich natürlich auch auf den Umgang mit dem Partner oder der Partnerin aus. Wenn ich gereizt bin und genervt bin, dann bist du meistens die nächste Adresse, wo es ankommt. Das stimmt, zum Glück passiert das nicht ganz so häufig.

Diese niedrige Grundstimmung, die dann herrscht, sorgt einfach für mehr Paarkonflikte. Man ist schneller genervt, man ist reizbarer und lässt es dann immer mal wieder am Partner einfach aus oder lässt es den Partner spüren. Das kann dazu führen, dass der derjenige den anderen mit runterzieht oder im besten Fall hat einer von beiden natürlich gute Energie und kann den anderen ein bisschen mit hochziehen. Oder beide haben einfach eine solide Grundstimmung trotz des Wetters und trotz der dunklen Jahreszeit. Dennoch ist das so, dass viele eher das Gefühl haben, dass ein gewisser Ausgleich fehlt und dadurch der Akku immer leerer wird. 

Das Leben im Sommer fühlt sich - so ist es bei mir jedenfalls - deutlich leichter an. Also im Winter zur dunklen Jahreszeit finde ich fühlt sich alles ein bisschen schwerer an. So wie eine Trägheit, genau. Das macht bei vielen, dass diese Zündschnur in Richtung Konflikt, also wann letztendlich Wut/Traurigkeit/Ärger überkocht und man dann in einen Konflikt gerät, kürzer wird. Wir haben uns mal genauer Gedanken gemacht, woran liegt das denn, dass diese Zündschnur kurzer wird und man letztendlich schneller in einen Konflikt hinein gerät oder schneller auch schlechte Laune hat. 

Warum fühlt man sich im Winter anders als im Sommer?

Uns ist dabei der Impuls gekommen, dass die ganzen schönen Dinge, die wir im Sommer haben, wie jetzt haben den Sonnenschein, lange draußen sein können, sich bewegen können draußen, sich mit Familie/Freunden treffen können (also all das was im Sommer Spaß macht) sind wiederum Hilfestellungen alte, nicht abgearbeitete, ungute Gefühle zu deckeln.

Was bedeutet es, seine Gefühle zu "deckeln"?

Vielleicht erklärst du das noch ein bisschen genauer, was „deckeln“ heißt. Also, wir gehen davon aus, dass man ein Basisgefühl hat und in diesem Basisgefühl entstehen Gefühle wie Wut/Ärger/Traurigkeit/Schmerz/Leid/Angst, solche Gefühle im Kern. Das entsteht, wenn man emotional von jemandem anderen zum Beispiel verletzt wird. Diese emotionale Verletzung, wenn die nicht richtig aufgelöst wird, dann bleiben diese Gefühle zurück im Basisgefühl. Das heißt, dann bleibt ein Stück weit Wut hängen, ein Stück Ärger, vielleicht ein Stück Traurigkeit oder auch noch eine Angst. Wenn das nicht nachhaltig gelöst wird, dann sammelt sich das immer weiter an. Das stellen wir uns quasi wie so einen Topf vor auf dem man dann, damit man nicht tagtäglich von diesen ganzen Gefühlen, die noch so da sind, beeinträchtigt wird, baut man dann einen Deckel drauf. Diesen Deckel festzuhalten, das kostet halt Energie und Kraft. Das ist so dieser Deckel, den wir uns vorstellen.

Da gibt es auch viele Sprichworte zu, die genau das eigentlich im Kern beschreiben. Wenn man sagt „man lässt Gras darüber wachsen“ oder „die Zeit heilt alle Wunden“, dann geht man davon aus, dass letztendlich durch das Verstreichen von Zeit eine innerliche Verletzungen aufgelöst werden würde. Aber das ist meistens nicht der Fall. 

Also wenn ich ein gebrochenes Bein habe, dann ist für mich völlig logisch, dass ich nicht mit dem gebrochenen Bein einfach so weiterlaufen kann und sage „die Zeit heilt alle Wunden, das wird schon in ein paar Wochen wieder weg sein“. Sondern ich muss irgendwas dafür tun, dass das wieder weggeht. Im Mindestfall vielleicht das Bein ruhig halten, aber ich geh zum Arzt und sorge dafür, dass das Bein eingegipst wird, das nochmal geröntgt wird, das geguckt wird, ob noch mehr gemacht werden muss. Also ich stelle sicher, dass dieser Heilungsprozess auch loslaufen kann. Das ist letztendlich bei unseren Gefühlen in der Gefühlswelt, gerade bei diesen Basisgefühlen, ist das genauso. Wir müssen irgendwie das Ganze starten, dass diese Gefühle aufgelöst werden.

Was passiert mit unseren gedeckten Gefühlen im Winter?

Ich weiß, dass in Partnerschaften es häufig halt natürlich zu Verletzungen kommt und dass der Alltag, den man dann sich aufbaut oder der einfach immer voranschreitet, natürlich es auch sehr gut zulässt, dass man Deckel baut. Also das man Sachen verschiebt, dass man versucht wegzudrücken. Das klappt im Sommer besser und im Winter wenn die besinnliche Zeit kommt, wenn der Druck auch von der Gesellschaft auch kommt: Jetzt kommen wir alle zur Ruhe, jetzt zu Corona natürlich noch wir bleiben alle Zuhause. Das da dann solche Gefühle eher hochploppen.

Ganz grundsätzlich ist es ja so, und durch Corona noch verstärkt, das uns einfach im Winter die Hilfestellungen beim Deckeln ein Stück mehr wegfallen. Also ein schöner Spaziergang, draußen in der Sonne sein, einen schönen Grillabend mit Freunden haben, das sind ja auch alles so Dinge, die uns dabei helfen diesen Deckel aufrechtzuerhalten. Sind wir mit Freunden viel zusammen, denken wir nicht ganz so viel über unsere Gefühle nach. Wenn die Sonne scheint, fühlt man sich positiver. Wir haben Spaß draußen, wir fühlen uns leichter. Und auf einmal wird es halt im Winter, wenn es grau draußen ist, kalt und nass und man viel Zuhause er ist, dann haben wir den Effekt auch, den wir jetzt gesehen haben im Eintreten des letzten Winters, dass die Coronazahlen deutlich nach oben gehen aus vielen Gründen. Und genau so ist es mit unserer Gefühlswelt, das auf einmal die Kraft, die wir brauchen, um den Deckel aufrechtzuerhalten, schwerer wird. Das kostet mehr Energie. Wenn wir dann für diese Energie nicht durch Sonne und Spaß und Freude unseren Akku wieder aufladen können, dann wird die Zündschnur dadurch irgendwann kürzer und es passiert immer schneller, dass Wurt und Ärger zum Vorschein kommen. 

Dann entsteht so eine typische Konfliktspirale, dass wenn man erstmal in der negativen Stimmung ist, dass man sich die Bälle sozusagen gegenseitig in einer Partnerschaft zuwirft. Der eine fängt an, der andere verletzt zurück und dann entsteht so ein ganz unangenehmes Ping Pong Spiel. 

Tipps und Tricks, um die Beziehung im Winter zu stärken

Wir haben einmal eine Reihe von Tipps zusammengestellt, was könnt ihr tun, um auch in der dunklen Jahreszeit euren Akku weiter aufzuladen. Aber auf der anderen Seite, was wäre denn die grundsätzliche Lösung für das Thema? Denn letztendlich macht es wenig Sinn dafür zu sorgen zumindest dauerhaft diese Deckel gut aufrechtzuerhalten. Natürlich ist das erstmal zeitlich gesehen, also akut sinnvoll, seinen Deckel gut aufrecht zu erhalten. Aber wenn man jetzt mal über einen langfristigen Zeitraum nachdenkt, dann macht es Sinn dafür zu sorgen, dass man möglichst wenig in seinem Topf drin hat, also an unguten Gefühlen.

Professionelle Hilfe in Anspruch nehmen, um nachhaltige Veränderungen zu generieren

Wenn ich also merke, was sind meine Themen, die immer wieder hochkommen, was sind die unguten Gefühle, was sind unsere Konfliktthemen als Paar, das anzugehen und die Prägung und Themen und Konflikte aufzulösen aktiv. Also in dem Sinne, wenn es so stark ist, dass ich das Gefühl habe „ich komme da oder wir kommen als Paar nicht mehr selber raus“, dass man sich Hilfe sucht und sagt „wir gehen die Themen jetzt an, damit wir einmal so einen Cut machen und einmal von vorne anfangen, ein Fundament aufbauen, auf dem wir eine gute Beziehung stellen können“.

Das machen wir in unserer Arbeit ja so, dass wir an den Punkt zurückkehren, wann war es mal gut. Gerade wenn man sich ein spezielles Thema anschaut, was einen belastet, dann gibt es typischerweise irgendwann den Punkt im Leben oder den Zeitraum im Leben, wo es halt gut war und wo man diese Belastung durch dieses Thema noch nicht kannte. Irgendwann kommt der Zeitpunkt, wo es auf einmal nicht mehr gut ist und wo man das erste Mal spürt, dass diese Belastung entsteht. Das ist typischerweise der Punkt, an dem eine emotionale Verletzung stattgefunden hat und irgendetwas passiert ist, warum das einmal ein belastendes Thema geworden ist. Das ist der Punkt, wo wir ansetzen, wo wir die Ursache dafür sehen, dass heute diese Wirkung da ist (nämlich das belastende Gefühl). Das ist die Ursache wo wir ansetzen, um das Ganze zu lösen.

Das ist eine aus unserer Sicht und unserer Erfahrung sehr nachhaltige Methodik, um nicht immer wieder die Wirkung sich anzusehen und immer wieder zu schauen, wie kann man die Wirkung irgendwie verdrängen oder verarbeiten, sondern wenn es um eine langfristige und nachhaltige Lösung geht, dafür zu sorgen, die Ursache zu finden und an der Ursache anzusetzen, diese zu lösen. Das können Dinge sein, die in der Kindheit stattgefunden haben, das können Sachen sein, die in vergangenen Beziehungen, in der Schule, mit Freunden, mit Arbeitskollegen passiert sind. Die Chancen verletzt zu werden und das nicht nachhaltig zu verarbeiten, sind jeden Tag einfach da und in jeder Alltagssituation.

Konkret jetzt in einer Beziehung würde man schauen, wann war es mal gut, wann sind die ersten Konflikte aufgetaucht. Man würde das dann abarbeiten chronologisch. Und so würde man nämlich - durch dieses chronologische Abarbeiten - Schritt für Schritt die unguten Gefühle aus dem Topf herausholen, ohne dass man konkret darüber sprechen muss, in welchem Leid man sich befindet. Sondern das Bild ist ja bei uns, dass wir den Deckel draufhalten und so die unguten Gefühle unten rausziehen. Irgendwann, wenn keine Impulse mehr kommen, dann machen wir den Deckel sozusagen mal auf und schauen dann wirklich rein und sehen: Da ist nicht mehr viel übrig geblieben von den unguten Gefühlen. Jetzt brauchen wir die Kraft für diesen Deckel nicht mehr.

Das wäre die nachhaltige Lösung, der langfristige nachhaltige Ansatz, um in dieser dunklen Jahreszeit und in dieser Phase gar nicht mehr so stark in dieses Tief und diesen Stress hineinzugeraten. 

Eigene Lösungen auf den oberen Ebenen selbstständig umsetzen

Dann gibt es natürlich auch noch auf den oberen Ebenen, sagen wir ja immer auch, Sachen die man tun kann, die einem guttun. Also um so ein bisschen durch diese dunkle Jahreszeit zu kommen. Also wir sagen ja immer beim Coaching, dass wir Fundament arbeiten von einer Beziehung, also auf der Systemgesetzesebene, wo die Verletzung stattgefunden haben. Dann gibt es auch noch die oberen Ebenen, zum Beispiel ist das die Umgebung, was man ganz konkret im Alltag sofort verändern könnte, was man sich selber Gutes tun kann. Also auf den Ebenen zu arbeiten, die jetzt nicht so in die Tiefe gehen, die sich nicht um Werte drehen, um Konflikte im Sinne von Risse im Fundament. Genau, die obersten Ebene sind also Fähigkeiten, Verhalten, Umgebung. 

Also dass man da Dinge durchführt und die sind auch sehr hilfreich. Wenn wir jetzt wieder das Akku-Bild nehmen, die können den Akku wunderbar aufladen. Wenn aber der Kern des Problems oder der Ursache auf dem Fundament liegt, dann können wir noch so auf das Dach sanieren, dann müssen wir trotzdem irgendwann ans Fundament ran. Zumindest, wenn wir eine nachhaltige Lösung haben wollen und das wäre die Lösung, die wir eben schon präsentiert haben.

Stell mal ein paar Tipps auf den oberen Ebenen vor, jetzt wird es spannend. Was kann man tun?

Sich gezielt Pausen und Auszeiten nehmen

Also wir haben überlegt nach der Arbeit eine Pause nehmen. Das ist für viele Menschen immer schon so der Drang, auf dem Rückweg von der Arbeit zu sagen „okay, ich geh gleich erstmal auf die Couch, ich leg mich erstmal hin“. Und dem sollte man dann auch nachgeben. Also wenn ich das Bedürfnis habe mich hinzulegen - natürlich müssen die Umstände dafür da sein - also mir etwas Gutes zu tun, dann sollte ich das auch tun. 

Mediation in den Alltag integrieren

Eine andere die war zu meditieren. Ich mach das ganz gerne immer vor dem Einschlafen. Es gibt ja auch viele Meditationen, die man über den Podcast hören kann, die man bequem übers Handy aufrufen kann, die kostenlos sind. Und da gibt es auch verschiedene Themenunterteilungen und ihr könnt schauen, was ist gerade mein Thema vielleicht, wo möchte ich gerne hin? Ist das Zufriedenheit, ist das ruhig und entspannt einschlafen? Das für sich so ein bisschen zu entdecken.

Yoga und Spaziergänge

Eine andere aktivere Lösung im Entspannungsbereich wäre dann Yoga. Auch da gibt es über YouTube so viele Möglichkeiten kostenlos sich Sachen anzuschauen und aktiv zu werden.

Spaziergänge an der frischen Lust, das mach ich auch momentan sehr viel. Also wirklich rauszugehen, diesen Moment zu nutzen, wo es noch hell ist, wenn man das nach der Arbeit noch hat. Also da aktiv rauszugehen. Ich habe gemerkt, dass die frische Luft wirklich nicht zu unterschätzen ist. Man merkt den Effekt immer abends. 

Ich war gestern mit unserem Sohn zweieinhalb Stunden im Wald, ist doch länger geworden als gedacht. Um 16:30 Uhr habe ich gesagt „jetzt müssen wir raus aus dem Wald, hier gibt es keine Laternen“ und das war echt schon dunkel. Da waren wir an der frischen Luft und ich war abends (und er zum Glück ja auch) total platt, weil ich die frische Luft macht was mit einem. Der Sauerstoff, den man da hat. Man ist im Wald alleine, was ja auch zu Corona-Zeiten immer super ist. Man kann ja auch noch eine weitere Person mitnehmen, wir waren mit meinem Vater unterwegs, sodass man auch nicht komplett alleine sein muss im Wald. Da sind ja auch meistens dann noch ein paar Fußgänger unterwegs mit Hunden oder so. Aber man hat das Gefühl, man kann sich nochmal in einer ruhigen Umgebung, die aber doch irgendwie beschützend wirkt, was Gutes tun.

Und wenn man die Möglichkeit hat seinen Arbeitstag vielleicht auch durch Home Office ein Stück flexibler einzuteilen, dann macht es natürlich auch absolut Sinn, wenn die Sonne dann mal draußen ist, das ausnutzen. Also wenn die Sonne scheint und man hat die Möglichkeit zu sagen „das ist jetzt zwar 10:00 Uhr vormittags, ich kann aber mal eine oder anderthalb Stunden rausgehen und meinen Arbeitstag nach hinten raus ein Stück verlängern, wenn es sowieso dunkel ist und dann drin arbeiten“, dann ist es auf jeden Fall eine Empfehlung die Sonne zu nutzen. 

Vitamin D tanken, so gut es geht

Denn in dieser dunklen Jahreszeit fehlt uns regelmäßig Vitamin D in ausreichendem Maße. Was auch sinnvoll sein kann, einfach Vitamin D zu sich zu nehmen. Das machen wir halt auch regelmäßig in der dunklen Jahreszeiten, dass wir Vitamin D Tabletten nehmen, um da einfach gut versorgt zu sein. Vitamin D wird im Kern durch die Sonne aufgenommen und das Sonnenlicht fehlt uns hier zumindest in Norddeutschland, um ausreichend Vitamin D dazuhaben.

Soziale Kontakte aufrechterhalten

Weitere Tipps sind natürlich zu schauen, dass man trotz der Coronazeit seine sozialen Kontakte aufrechterhält, mit den Möglichkeiten die uns auch gerade die Digitalisierung zur Verfügung stellt. Wir können Facetime und Zoom nutzen, wir können mehr telefonieren. Ich glaub auch Videoanrufe über WhatsApp sind mittlerweile möglich. Es gibt so viele Möglichkeiten, dass zu tun. Und warum nicht einfach dafür sorgen, dass man Freunde/Verwandte dann über WhatsApp besucht oder über Facetime über Zoom besucht? Und man sagt, beide machen sich das gemütlich, holen sich was Schönes zu trinken und ein paar Snacks und dann setzt man sich hin und hat dann halt eine oder zwei Stunden, in denen man miteinander einen Videocall macht, anstelle von dass man sich sieht. 

Oder halt, was du eben sagtest, man kann ja auch mit dem Freund oder der Freundin Abstand halten und einen Spaziergang machen und so die frische Luft genießen und somit schöne Dinge kombinieren.

Kleine Abenteuer in den Alltag einbauen

Weitere Punkte sind vielleicht kleine Abenteuer in den Alltag einzubauen in Form von, dass man mal neue Sachen probiert, vielleicht auch mal verrückte Sachen probiert, die man sonst nicht machen würde. Also man könne mal in seine Kochbücher schauen und die Rezepte, die man bisher immer als „viel zu extravagant“ und „das passt doch alles nicht zusammen“ abgetan hat einfach mal kochen und gucken, was dabei rauskommt und sich somit zumindest so kleine Mini-Abenteuer dadurch in den Alltag einbauen.

Da fällt mir ein, das fand ich auch ganz lustig, ich hab mich letzte Woche mit einer Freundin getroffen, mit Abstand, und wir haben etwas zu essen bestellt. Wir haben etwas total Abgefahrenes gemacht, wir haben uns ein Getränk dazu bestellt. Da gab es nämlich, wo wir uns eine Pizza bestellt haben, auch die Möglichkeit sich so eine Holunder-Schorle zu bestellen und das haben wir gemacht und waren ganz überrascht. Das war auch mit Eiswürfeln und kam auch alles perfekt an, natürlich leider ein Plastikgefäß. Aber es hatte so ein bisschen was von Party. Irgendwie komisch, sich mit seiner Pizza und diesem Getränk, das man dazu geliefert bekommen hat und was selbst gemacht war, hinzusetzen. Aber es war schon so ein bisschen so ein kleines Abenteuer, wo man gesagt hat „ja, ein bisschen mehr vom Essen gehen“.

Wo wir wieder bei dem Punkt sind, dass man auch durch die dunkle Jahreszeit aber jetzt auch durch Corona die Möglichkeit hat, wieder die kleinen Dinge mehr wertzuschätzen und mehr Dankbarkeit und Zufriedenheit mit den kleinen Dingen im Leben zu erleben. Ich habe noch nie vorher ein Getränk irgendwo bestellt, also außer jetzt eine Flasche natürlich. Aber ja nichts Selbstgemachtes, was denn als Getränk geliefert worden ist. Das war schon irgendwie cool, wir haben uns das sehr erfreut, war sehr lustig. 

Die Frage ist jetzt, wenn wir dieses Jahr Corona nicht gehabt hätten… - Ich hätte das nicht bestellt glaub ich, und dass ist das Spannende. Dann hätte ich einfach gesagt „nee, das macht man doch nur, wenn man Essen geht, wir haben ja Getränke hier wir“. Wir hatten ja auch Getränke da, aber wir hatten irgendwie beide Lust mal auf was Neues. Und das meinte ich, dadurch wird etwas, was eigentlich gar nicht so spektakulär ist, aber trotzdem zu einem kleinen Mini-Abenteuer und man kann sich über eine Kleinigkeit freuen. Selbst der, der das gebracht hat, hatte ein Lächeln im Gesicht, als er uns mit Abstand dann dieses Getränk überreicht hat, das fand er wahrscheinlich auch schon lustig. Kann sein, vielleicht hat er sich auch gefreut, dass er zwei hübsche Blondinen gesehen hat, wer weiß.

Home-Workouts, um im Alltag aktiv zu bleiben

Genau, drei Sachen haben wir noch, die du tun kannst, um ein bisschen entspannter durch die dunkle Jahreszeit zu kommen. Wir haben noch die Home-Workouts aufgeschrieben, also ähnlich wie Yoga gibt es diverse YouTube-Kanäle die so 10 Minuten, 15 Minuten Workouts haben, die wirklich kurz sind. Manche sind darauf ausgelegt, sich in 10 Minuten mal voll auszupowern. Auch das ist natürlich etwas, was unglaublichen Spaß machen kann.

6-Minuten Tagebuch oder Journal führen

Oder auch letztendlich dann ein sogenanntes 6-Minuten Tagebuch oder Journal zu führen. Das bezieht sich nämlich genau darauf ,dass man meistens durch geführte durchgeführte Fragen sich auf kleine Dinge konzentriert, wie „für welche 5 Dinge heute bin ich dankbar“. Und wenn man sich auf einen Tag konzentriert (oder auf den vergangenen Tag) und sich dann überlegt, das ich für fünf Dinge Dankbarkeit aufschreiben soll, dann müssen das schon Kleinigkeiten sein, die man sich da anschaut. Genauso auch „welches Ziel habe ich heute“ oder „was möchte ich heute gerne schaffen oder erreichen“. Man strukturiert sich dadurch ein bisschen besser und man lenkt dadurch den Fokus mehr auf die positiven Dinge, auf das, was dich zufrieden und glücklich macht, wofür du dankbar bist und weg von den Dingen, die man eher gerade nicht machen kann.

"Tut mir gut"-Liste anlegen und regelmäßig benutzen

Das letzte, was wir haben, das ist mal wieder die „Tut mir gut“-Liste. Das hatten wir ja schon in einem anderen Podcast letztes Mal erwähnt, also eine Liste zu schreiben mit Sachen, die einem ganz persönlich guttun, und davon täglich eine, zwei oder drei Kleinigkeiten zu nehmen und umzusetzen. Da sollten wirklich Sachen draufstehen, die nicht viel Geld und nicht viel Zeit in Anspruch nehmen, die ich im Alltag super umsetzen kann, die jetzt nicht 20-Minuten-Ereignisse sind. Sondern kleine Moment im Alltag, wie zum Beispiel ein schönes Getränk nehmen und mal kurz hinsetzen oder Baden gehen oder die Lieblingszeitschrift lesen. Was auch immer, so Kleinigkeiten zu nehmen.

Ich finde auch, man muss auch mal eine Kombination nehmen. Also wenn unser Sohn zum Beispiel duschen geht, und das zelebriert er sehr mit seinem ganzen Spielzeug und so, dann habe ich immer so 10 bis 15 Minuten Zeit für mich, wo ich aber im Badezimmer bin. Und das ist immer so der Zeitraum, wo ich mir eine Sache von der „Tut mir gut“-Liste gerne runternehme. Ich mach mir irgendwie eine Gesichtsmaske oder mache ein Fußbad oder irgend so eine Kleinigkeit, weil ich halt ins Badezimmer gefesselt bin, die ich aber in dem Moment für mich tue. Unser Sohn ist beschäftigt, aber ich habe danach gutes Gefühl. Ich saß da nicht nur und habe zugeguckt, sondern ich habe etwas für mich getan und darum geht es, so kleine Ecken im Alltag zu finden, kleine Momente zu finden, um sich etwas Gutes zu tun.

Bei der „Tut mir gut“-Liste ist ja erstmal die Herausforderungen, die wir immer reinpacken, dass man sagt, man soll mindestens hundert Sachen aufschreiben. Da sind viele immer erst mal so „oh Gott, hundert Sachen“. Ja, also die Auswahl. Aber ich finde auch, durch diese Anzahl, die man finden soll, wird einem nochmal klarer, es geht wirklich um Kleinigkeiten. Nicht eine „Tut mir gut“-Liste mit zehn Sachen und das erste, was darauf steht, ist drei Wochen Urlaub. Sondern tatsächlich zu sagen, ich nehme hundert Sachen mindestens und das sind alles Kleinigkeiten. 

Weiterhin finde ich, ist das immer eine schöne Gelegenheit, um Dinge, die durch vielleicht Stress im Leben oder zeitliche Knappheit, von dem „was einem guttut“ weggerutscht ist zu einem „ich mach das mal so nebenbei“, dass man die wieder zurückholen kann. Wie zum Beispiel „ich nehme immer den Coffee-to-go“, dass man eigentlich auf die „Tut mir gut“-Liste vielleicht schreiben würde: Ich genieße es morgens in Ruhe eine Tasse von meinem Lieblingskaffee zu trinken. Und merke dann, aber im Laufe der Jahre ist daraus leider nur noch ein schneller Coffee-to-go während der Autofahrt oder der Bahnfahrt geworden. Ich mach dass nur so nebenbei. Ich finde das ist auch eine schöne Gelegenheit, diese Dinge zurückzuholen und das Ganze wieder mehr genießen zu können. 

Also das kann bei Eltern ja auch schon sein: Ich setze mich hin beim Essen. Also dieses „nicht ein Brot nebenbei essen“, sondern „ich setze mich jetzt mal bewusst hin und lege das Handy weg und esse in Ruhe“. 

Unser Fazit

Dass einmal als langfristigen Lösungsansatz für die dunkle Jahreszeit kombiniert mit Tipps, was kann man auf den oberen Ebenen jetzt spontan und direkt tun, um seinen Akku in der dunklen Jahreszeit aufzuladen. Wir freuen uns, wenn du für dich daraus spannende Inhalte und Tipps mitgenommen hast und das auch direkt in deinem Alltag umsetzen kannst. Solltest du Fragen haben, dann melde dich sehr gerne bei uns. Wir freuen uns über Fragen, die wir dann gern beantworten dürfen. 

Wenn dich ich zum Beispiel die „Tut mir gut“-Liste besonders interessiert, dann schaue gerne auf unserer Website. Wir haben einen sogenannten 5x5 Kurs, der kostenlos ist. Da wird auch in einem von fünf Teilen die „Tut mir gut“-Liste nochmal näher erklärt, wir gehen da wirklich 20-30 Minuten intensiv auf die „Tut mir gut“-Liste ein. Da kannst du das Ganze für dich vertiefen, wenn du möchtest. Wir verlinken das Ganze auch nochmal in den Shownotes.

Ansonsten freuen wir uns auf den nächsten Podcast. Darauf freue ich mich besonders und auf dein Abo, wenn du es dalässt. Bis bald!

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