Podcast: Warum wollen Männer keine Paartherapie?

liebevoll verfasst von 
Florian
veröffentlicht am 12. Mai 2021 in der Kategorie 
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Männer sind oft abgeneigt von einer Paartherapie. Aber warum ist das so?

Darum geht es in diesem Q&A. Wir beschäftigen uns mit der Frage, warum Männer keine Paarberatung machen wollen und auch, was man tun kann, wenn der Partner nicht bereit für eine Therapie ist.

Viele Männer sehen es als Niederlage an, zu einer Paartherapie zu gehen.

Es bedeutet dann für sie, dass sie nicht stark genug wären, um selbst mit den Beziehungsproblemen klarzukommen.

Dieser Denkansatz hängt oft mit der Kindheit zusammen. Zum Beispiel, wenn man als Kind erfahren hat, dass man stark sein muss.

Falls der Partner keine Paarberatung bekommen möchte, kann man es mit einem Einzelcoaching versuchen und mit dem erhaltenen Wissen selbst an eine Lösung der Beziehungsprobleme herangehen.

Hier gelangst du zu unserem neuen Blog-Beitrag:
https://www.lebensidealisten.de/blog/warum-wollen-maenner-keine-paartherapie/

Wenn ihr weitere Fragen und Antworten zur Paartherapie habt, werdet ihr in unserem Blog fündig!

Unterhalb findet ihr das Transkript dieser Folge.

Hallo und herzlich Willkommen zu dieser neuen Folge der Lebensidealisten! Mein Name ist Florian, ich bin Ina, wir helfen Paaren raus aus der Krise hinein in eine glückliche und harmonische Beziehung. In dieser Folge soll es darum gehen, warum Männer keine Paartherapie wollen. Wir wollen ein bisschen näher beleuchten und differenzieren, warum vielleicht Männer ein Stück eher skeptisch sind als Frauen, was da der Unterschied ist und wie man doch dazu kommt, mit seinem Partner in eine Paartherapie zu gehen. Ich wünsche dir spannende Impulse und Aha-Momente nach dem Intro.

Warum wollen Männer häufig keine Paartherapie? Das ist glaube ich auch so ein Klischee, was sich immer wieder hervorstellt. Das werden wir häufig auch gefragt von Freunden, dem Familienkreis und Bekannten. Ist das wirklich so, dass Frauen eher eine Paartherapie möchten? Wer ruft mehr an, eher Frauen oder Männer? Der Antritt für so ein Coaching, also für eine Paartherapie oder ein Coaching, kommt meistens von der Frau. Dementsprechend rufen auch meistens Frauen an. Manchmal rufen auch Männer an, die von ihren Frauen den Auftrag bekommen haben anzurufen. Das merkt man aber auch schnell, dass das ein Auftrag war.

Der Wille für eine Paartherapie und die Intention liegt halt oftmals bei der Frau, was so ganz verschiedene Gründe hat. Manchmal weiß der Partner auch gar nichts von dem Anruf. Also die Frau, wenn sie sich auf den Weg macht zu einer Paartherapie, im Internet ein bisschen recherchiert, das häufig so ein Prozess, der sich dann freisetzt. Da ist es gar nicht selten, dass sie den Mann relativ spät mit dazu holt, vielleicht auch weil sie die Angst hat „okay, wenn ich das Thema jetzt vorbringe, dann kommt es zu einem Konflikt“ oder „der will das sowieso nicht“.

Auf welche Weise kommen Paare häufig zu einem Coaching bei den Lebensidealisten?

Sie ruft dann bei uns an und dann stellen wir auch häufig am Anfang schon die Frage: Weiß dein Partner davon, dass du uns angerufen hast? Ist er auch bereit dazu, in die Paartherapie zu gehen? Gar nicht selten ist dann so, dass die Frau sagt „ehrlich gesagt habe ich mit ihm noch nicht darüber gesprochen, das wollte ich heute Abend machen, das habe ich mir vorgenommen“. Wobei ich da auch eine gewisse Entwicklung beobachte, bei uns zumindest, was ich glaube was tatsächlich am Podcast und auch ein Stück weit ein YouTube liegt: Männer neigen eigentlich erstmal dazu sich selbst helfen zu wollen und ich glaube sowas wie Podcast hören und YouTube-Videos schauen, um nach Ursachen erstmal selbst zu forschen und zu schauen „können wir uns vielleicht erstmal selber helfen?“, das kommt vielen entgegen. Wenn dann die Männer merken, dass wir hier – ich will gar nicht zu viel vorwegnehmen, was alles kommt – aber dass wir halt eben nicht so dogmatisch unterwegs sind, dass es keine komischen Übungen bei uns gibt und all‘ diese ganzen Dinge, dass alles ein bisschen lockerer ist, als man sich das eigentlich so vorstellt, dann doch anrufen.

Wir haben auch immer mal jetzt, das dann der Mann anruft und sagt „ich habe eine Zeit lang den Podcast gehört, meine Frau hat euch bei Google gefunden, irgendwie hat das gematcht“. Oder auch die Internetseite, also wenn dann gesagt wird von der Frau „ich möchte das gerne machen, such du mal ein paar raus und ich suche ein paar raus“, das dann viele Männer sich einfach auch von der Internetseite bei uns angesprochen fühlen, weil da glaube ich auch einfach ganz viele Klischees im Kopf sind: Wie Leute, die anderen helfen, aussehen; Wie die Räumlichkeiten aussehen. Da haben wir auch schon einige Geschichten gehört. Das sieht man ja hier bei uns im Hintergrund, das ist einer der Coaching-Räume, modern und nett eingerichtet. Das ist meistens auch der erste Satz der fällt, wenn die Tür aufgeht: „Das ist aber gemütlich bei euch, ein bisschen Wohnzimmeratmosphäre“. 

Wir haben manchmal schwierige Themen, dann darf es zumindest in der Umgebung ein bisschen entspannt sein.

Paar bei dem Intensivcoaching

Die Ursachen: Warum wollen Männer keine Paartherapie?

Was sind die Ursachen? Warum kann man sagen, wir Männer wollen manchmal keine Paartherapie? Wie kommt so dieses Bild, dass eher Männer einer Paartherapie abgeneigt sind?

Mit dem Begriff "Paartherapie" wird oft ein negatives Bild assoziiert

Ich glaube ein erster Punkt ist, dass zum Thema Paartherapie selbst ein negatives Bild besteht. Also dass man da zum Beispiel verrückte Übungen macht oder auf dem Sofa liegt und irgendwie therapiert, hypnotisiert oder sonst wie geheilt wird. Wegen „Therapie“ meinst du auch, in dem Wort drin „Paartherapie“? Ja, wegen dem Begriff auch. Also der Begriff „Therapie“, der signalisiert eigentlich, dass man krank ist. Wenn ich eine Therapie braucht bin ich krank, entweder körperlich oder psychisch krank. So fühlen sich die Menschen aber nicht. Wer zu einer Paartherapie muss, der fühlt sich nicht krank. Klar hat der manchmal auch durch den ganzen Stress in der Beziehung psychosomatische Symptome, die in der Auswirkung entstehen können. Aber man ist ja eigentlich nicht „krank“. Ich glaube das ist auch so ein Punkt, das einfach dieser Begriff „Therapie“ relativ ungünstig gewählt ist. Ich glaube „Paarcoaching“ oder „Paarberatung“ ist da wesentlich schöner und ist glaube ich leichter anzunehmen für viele. 

Jetzt fragen sich vielleicht einige: Warum nennt ihr das dann nicht Paarcoaching oder Paarberatung, wenn doch viele Menschen mit dem Begriff Paartherapie so ein Problem haben oder Männer? Das liegt einfach daran, auf welchen Begriff man kommt, wenn man Konflikte und Stress in der Beziehung hat und nicht ganz weiter weiß und in der Krise ist. Dann kommt den Menschen leider nicht als Impuls in den Kopf „Paarcoaching“, sondern dann kommt an vorderster Stelle „Paartherapie“ in den Kopf, weil das Halt geprägt ist. Dann googelt mal nach Paartherapie. Dementsprechend nennen wir es auch Paartherapie, das ist quasi bei uns ein Marketing-Hintergrund. Wir würden es gerne Paarcoaching nennen, aber dann würde kein Mensch zu uns finden. Eheberatung geht auch noch, dass ist dann direkt der nächste Begriff, auf den noch relativ viele kommen. Aber wie gesagt „Paarcoaching“ und „Paarberatung“ oder „Beziehungscoaching“ wird halt super selten gesucht und hat sich noch nicht durchgesetzt in unserer Gesellschaft. Da ist der Begriff „Paartherapie“ einfach präsent. 

Männer haben manchmal das Gefühl, dass sie sich selbst helfen sollten

Männer, habe ich auch den Eindruck, haben manchmal dieses Gefühl „wir müssen uns einfach mal zusammenreißen, wenn wir uns zusammenreißen und das mal selber versuchen, dann wird das bestimmt klappen“ und „was soll uns denn die dritte Person helfen, wenn wir uns nicht helfen können, und außerdem kostet das noch Geld“. Das ist ja auch noch grausam. Das ist natürlich auch so ein Umdenken im Mindset, dass man für Coaching Geld ausgibt und sich um seine mentalen Themen kümmert. 

Da ist so eine Brille von mir, das kann auch anders sein, dass tendenziell Menschen, die aus dem Bereich Sport oder Selbstständigkeit / Unternehmertum kommen, das ein Stück weit eher machen, weil sie Coachings schon aus dem beruflichen Kontext eher gewohnt sind. Selbst der Spitzensportler hat einen Coach zur Seite, einen Mentaltrainer, einen Physiotherapeuten. Also der hat ein Team, was ihm hilft diese Leistung abzurufen. Jemand der Führungskraft ist, hat häufig schon Führungskräftetrainings gemacht, Coachings gemacht. Unternehmer haben häufig einen Mentor, einen Coach zur Seite, der hilft diese Themen zu klären und besser zu werden. Ich glaube, wenn man das für sich so erkannt hat, dann merkt man, dass es gar nicht darum geht, dass man selber starke Defizite hat oder verurteilt wird oder sonstiges, sondern dass ein Coach / ein Trainer ein Sprungbrett ist, etwas ein Stück schneller zu lernen und weniger Leid zu haben zu müssen, als wenn man es nicht macht. 

Dann ändert sich wahrscheinlich auch das Gefühl zum Geld, also dafür Geld auszugeben. Das ist bei jeder Sache bei uns im Leben so, dass wir eine unterschiedliche Priorisierung haben, für was wir etwas ausgeben. Wenn wir natürlich den Mehrwert erkennen können, dann fällt es den Menschen natürlich auch an sich leichter. 

Männer haben von negativen Erfahrungen bei einer Paartherapie gehört

Ein weiterer Punkt sind häufig negative Erfahrungsberichte. Das ist auch etwas, was uns immer wieder berichtet wird, wenn Paare zu uns kommen. Sie berichten: „Mensch, wir sind seit 34 Jahren im Leid und versuchen das seitdem selbst irgendwie zu lösen, aber das klappt nicht“. Dann geht es darum, warum sie sich nicht früher gemeldet haben, was eine Frage ist, die untereinander entsteht, die wir gar nicht direkt dann stellen beim Paar. Da geht es häufig nochmal darum, dass Freunde / Bekannte berichtet haben, dass eine Paartherapie nichts gebracht hat, erfolglos war, es schlimmer gemacht hat.

Die richtige Methodik ist entscheidend für den Erfolg einer Paartherapie

Es ist wie bei allen Themen: Es gibt gute Methodiken. Es gibt Methoden, die nicht so wirkungsvoll sind. Man muss für sich natürlich auch sehr stark auf die Sympathie achten, matcht das einfach mit dem Paartherapeuten oder nicht? Wenn man da ein unstimmiges Gefühl hat, dann sollte man dem folgen und das nicht machen. Ist die Methodik auch einfach die richtige? Ich glaube man sollte auch wirklich auf die Methodik nochmal ein Augenmerk haben. Wenn ich jetzt von mir ausgehe: Ich zum Beispiel (wir arbeiten so nicht, aber das wäre für mich auch nicht stimmig) bin kein Fan von diesen Körperübungen. Man kann das ja vielleicht auch aus Filmen oder sonstigen Sachen, dieses Vertrauensübungen wo einer sich fallen lässt und der andere fängt einen auf oder sonstige Vertrauenssachen. Das gibt es alles bei uns nicht und das gibt es auch ganz bewusst bei uns nicht, weil das für uns mit unseren Werten nicht matcht.

So muss jeder glaube ich seine Methodik finden. Unsere Methodik ist zum Beispiel sehr lösungsorientiert, hat eigentlich schon einen sehr rationalen Weg den man geht, sodass man sagt man weiß im Prozess, wo man steht. Wir haben bestimmte Eckpfeiler, die uns wichtig sind, die wir von Anfang an sagen, wie es abläuft. Körperübungen gehört nicht dazu. Das ist auch etwas, was ich zum Beispiel gerne auch deutlich sage, wenn ich merke, dass sehr viel Misstrauen bei dem Mann in dem Fall da ist. Dann sage ich „okay, nur mal vorab, hier werden keine Körperübungen gemacht, das ist nicht unsere Methodik; wenn ihr jemanden sucht, der mit euch Körperübungen macht, dann müsst ihr euch jemand anderen suchen“. Da gibt es auch genug Menschen, die danach arbeiten, das hat alles seine Berechtigung, aber wir machen das halt nicht. Ich glaube das ist auch einfach wichtig, dass man da schaut, dass das matcht und man nichts macht – allgemein im Leben sollte man nie etwas machen – was halt ein ungutes Bauchgefühl macht. Wenn man sagt man sitzt hier und es fühlt sich nicht gut an, dann kann ich mich nicht öffnen, dann kann ich auch nicht über meine Probleme sprechen, dann komme ich nicht weiter, dann es ist für alle Leute verschenkte Zeit und dann auch Geld.

Das ist ein wichtiger Punkt auch einfach zu sagen: „okay, bei uns gibt es solche Körperübungen nicht, bei uns gibt es nicht die Hausaufgabe „haltet jeden Tag für 20 Minuten Händchen, dann wird es schon wieder gut werden““. Also wenn sowas der gewünschte Weg ist, dann ist man auch bei uns tatsächlich dann falsch, dann braucht man einen anderen Therapeuten, der genau mit diesen Dingen gearbeitet, damit das besser matcht. Dieses Matching ist für die Offenheit und die Wirksamkeit halt sehr wichtig. 

So ist es auch so, dass wir bestimmte Sachen halt auch ablehnen. Also wenn es jetzt um tiefste sexuelle Probleme geht, dafür sind wir nicht ausgebildet, dann sagen wir schon am Telefon „da müsst ihr zu einem Sexualtherapeuten gehen, der sich genau auf so etwas spezialisiert hat“. Also da gibt es halt zum Glück auch die Auswahl.

Die Paartherapie wird als Niederlage in der Beziehung empfunden

Wir haben noch zwei Punkte auf der Liste, warum Männer potenziell keine Paartherapie wollen. Der nächste auf der Liste ist, dass der Weg zur Paartherapie als Niederlage empfunden wird. Männer sind ja aus der kindlichen Prägung heraus häufig darauf getrimmt stark sein zu müssen und Probleme selbst angehen zu können, lösungsorientiertes Denken zu haben und sehr zielstrebig zu sein. Ein Paartherapie kann ein Eingeständnis dafür sein zu sagen „ich habe es nicht geschafft, ich weiß nicht, wie es geht“. Das kann für den einen oder anderen Mann je nach Prägung schwerer sein. 

Da muss man sich einfach bewusst machen, dass jeder mal Hilfe eventuell braucht bei gewissen Themen. Wenn ich nicht weiß, warum es mir jeden Tag schlecht geht und ich jeden Tag Bauchschmerzen habe, gehe ich auch zu meinem Hausarzt und lasse mir helfen. Wie man emotionale Verletzungen und Konflikte miteinander löst, haben wir halt häufig nicht gezeigt bekommen. Das ist Wissen, was unseren Eltern häufig gar nicht zur Verfügung stand. Von daher kann es einfach gebraucht werden dieses Wissen jetzt dazuzuholen. 

Es besteht die Sorge, dass private Themen zum Vorschein kommen

Ich glaube die Angst ist auch so ein bisschen, dass da private Themen besprochen werden. Werde ich jetzt gleich hier verurteilt? Bin ich gleich der Schuldige? Das ist auch manchmal der Grund, warum manche ganz bewusst auch gerne dieses 2-on-2-Coaching wählen, dass Mann und Frau vorhanden sind, weil sie die Erfahrung leider schon mal gemacht haben, das da vielleicht eine Frau sitzt und die sich dann auf die Seite der Frau schlägt oder dass es einen Schuldigen gibt. Und dass der Mann dann in dem Moment sagt „okay, oh Gott, ich rede ja sowieso nicht gerne über unsere Konflikte, das macht immer ein ungutes Gefühl Zuhause, wir kommen in den Streit und jetzt habe ich noch regelmäßig einen Termin, wo ich wieder in den Streit komme und wo ich dann wieder der Schuldige bin“, mit so einem Gefühl geht natürlich keiner gerne zu einem Termin oder irgendwo hin, um sich Hilfe zu holen.

Dieses Gefühl ist, also meiner Erfahrung nach, häufig bei Männern. „Ich bin der Schuldige“, „ich mache sowieso alles falsch“, „ich weiß gar nicht, dir kann man es ja nicht recht machen“. Wobei man da klar sagen muss, dass ist dann aus der Historie entstanden. Das hätte man natürlich viel früher verändern können und hätte gar nicht so weit kommen müssen. Wenn es zum Beispiel darum geht „dafür gebe ich kein Geld aus“, dann würde ich sagen: Komm‘ doch so in den ersten ein bis zwei Jahren einmal ins Coaching, löst die ersten aufkeimenden Themen, hole dir neues Wissen dazu, dann brauchst du am Ende nicht viel Geld für eine Paartherapie ausgeben, sondern kannst das in ein bis zwei Terminen ganz entspannt angehen das Thema. Häufig ist, dass die Situation so verkeilt und verhärtet ist, genau der Grund dafür, dass das Ganze überhaupt vielleicht viel Geld kostet.

Die Lösung: Das kannst du tun, um doch eine Paartherapie zu machen!

Also das sind so mögliche Themen, warum Männer ungern eine Paartherapie machen. Wir wollen mal schauen, was kannst du tun, wenn dein Partner nicht bereit ist für eine Beratung? Das trifft nun für beide Seiten eigentlich zu, das ist für den Mann genauso wie für die Frau. Es gibt auch Frauen, die äußerst aufgeregt und skeptisch sind, wenn sie zu uns kommen. Also das ist kein alleiniges Männer-Phänomen, es trifft aber tendenziell ein bisschen häufiger die Männer.

Nutzt alle Mittel, um euren potenziellen Paartherapeuten kennenzulernen

Das erste, was man tun kann, ist: Wenn man da mit seinem Partner darüber sprechen möchte und derjenige ist vielleicht skeptisch, dass … 

  • man mal auf unserer Website zum Beispiel hinweist, 
  • man mal schaut, wie sehen unsere Räumlichkeiten aus,
  • man vielleicht mal den einen oder anderen Podcast gemeinsam hört, um unsere Art und Weise kennenzulernen und
  • man gemeinsam schaut, es gibt hier ein kostenloses und völlig unverbindliches Kennenlerngespräch.

Im Kennenlerngespräch geht es erstmal auch relativ oberflächlich darum: Wer seid ihr? Was macht ihr? So ein bisschen den Lebenslauf kurz abklappern und einmal so ganz grob das Thema skizzieren, warum seid ihr eigentlich da? Wenn jemand sagt „Mensch, wir haben da immer wiederkehrende Konflikte, unsere Kommunikation ist nicht so gut in solchen Situationen, wir haben häufig aufkeimenden Streit, das macht ungute Gefühle“, dann ist das im Prinzip schon fast ausreichend fürs Kennenlerngespräch und um zu sagen „okay, das das ist ein Thema, was wir uns anschauen können“. Dann berichten wir von uns, wer wir sind, was wir machen, wie unsere Ausbildung war, wie unser Weg ist. Natürlich erzählen wir, wie wir mit euch vorgehen wollen würden, wie unsere Methodik abgesteckt ist und erklären euch den Rahmen des Coachings. Dann könnt ihr euch ganz entspannt entscheiden. Das ist etwas, was wir immer wieder erleben, dass gerade Männer mit sehr viel Skepsis den Raum betreten, sehr zurückhaltend sind, die ersten zehn bis 15 Minuten brauchen, um warm zu werden. Und dann, wenn sie hören „wir arbeiten lösungsorientiert“, „wir haben klare Ziele“, „wir verbinden das Rationale mit der Gefühlswelt“ und „wir haben einen klaren, strukturierten Prozess, den wir durchlaufen werden“, dann macht das bei vielen Männern doch ein sehr gutes Gefühl und auch das Gefühl, das lässt sich hier gut lösen.

Sucht nach einem Coachingrahmen, der für euch rundum stimmig ist

Wir haben noch, also als wir angefangen haben, uns auch die Frage gestellt: Was wäre uns wichtig, wenn wir uns woanders Hilfe holen würden? Welche Atmosphäre würden wir brauchen? So haben wir auch eine große Sorgfalt auf die Räumlichkeiten gelegt, also dass man sich hier wohlfühlt, dass man angenehmes Licht hat, dass man bequem sitzt. Wir bieten am Anfang immer gleich dass „Du“ an, wenn sich das für alle stimmig anfühlt, dass wir gleich die persönliche Ebene haben. Ihr bekommt bei uns immer etwas zum Trinken angeboten, wir haben verschiedene Getränke (bei uns gibt es nicht nur Wasser oder Kaffee, ihr könnt auch eine Cola trinken). Es ist alles sehr locker, wir haben immer etwas zum Snacken und Süßigkeiten auf den Tisch, Nüsse oder M&Ms, so dass man das Gefühl hat „okay, wenn ich jetzt um 17:00 Uhr einen Termin habe und ich habe es jetzt nicht mehr geschafft mir gerade einen Müsliriegel reinzuschieben, kann ich mir da jetzt auch ein paar M&Ms nehmen und die essen, eine Cola nehmen“. 

Es ist halt locker und ich glaube das macht immer viel aus, dieser Rahmen zu wissen „okay, das ist jetzt nicht so das ängstliche Klischeebild, was ich hatte, sondern ich kann davon ablassen“. Das ist ja viele auch wichtig: Das ist ein großes Bürogebäude, hier sind auch andere Firmen drin, das ist ein großer Parkplatz, man kann bequem davor parken. Es ist anonym, keiner weiß wo ihr rein geht, ob ihr jetzt zur Finanzberatungen geht, ob ihr zu einer Marketingagentur geht. Was auch immer. Es sind so viele verschiedene Sachen hier vorhanden und dementsprechend macht das bei vielen Menschen ein gutes Gefühl. 

Bezieht auch Online-Coachings in eure Überlegungen mit ein

Wir haben sehr viele Menschen auch, die von außerhalb zu uns kommen, also wenige Paare aus Neumünster direkt, sondern sehr viele Paare, die aus ganz Schleswig-Holstein kommen und gerne auch die Fahrzeit auf sich nehmen, weil sie das Gefühl haben „ich brauche ein bisschen Abstand“. Da wir tendenziell eher so zweistündige Termine haben, lohnt sich dann die Fahrt auch. Oder halt auch online, also wenn ihr jetzt zuhört und denkst „das klingt alles so gut bei euch, aber ich bin in Bayern, ich kriege kein Getränk“, das ist gar kein Problem. Also das weiteste Paar, was weg wohnt von uns, lebt in Abu Dhabi. Ein deutsches Paar, was ausgewandert ist. Also auch das funktioniert wunderbar und ist gar kein Problem. 

Die Wirkung ist Online die gleiche wie vor Ort. Vor Ort ist meistens für alle so ein bisschen persönlicher, ein bisschen muckeliger, aber die Wirkung ist die gleiche, egal ob man das online oder dann vor Ort macht. Werbeblock beendet. Entschuldigung, ich wollte das nur mal sagen, das ist ja auch mal wichtig. Man hat ja manchmal auch so ein paar Gedanken: Muss ich mir meine Selter selber mitbringen? Darf ich was trinken?

Lernt euren potenziellen Coach persönlich kennen und prüft, ob es matcht

Auch das Thema Lebenserfahrung finde ich immer ganz spannend, wir hatten gerade jetzt Freitag wieder ein Paar, was zu uns kam und sagte: „Ihr seid ja wirklich so jung, wie ihr auf den Fotos ausseht“. Ja, wir wirklich Mitte 30 und helfen anderen Paaren raus aus der Krise. Die haben gedacht wir haben uns auf Fotos jung gemacht, aber eigentlich sind wir älter. Vielleicht nutzen wir einfach mal neue Fotos, machen die Haare leicht grau oder sowas. Also wir haben einen Werkzeugkoffer voll mit spannenden Methoden und Tools, die wir erlernt haben, und wo wir euch sehr gut unterstützen können. 

Wir haben viele Paare auch, das ist auch ein Vorteil finde ich. Beide arbeiten ja sehr intensiv min Paaren zusammen, wir haben so viele Menschen kennengelernt, so viele verschiedene Menschentypen kennengelernt, so viele verschiedene Männer und Frauen mit Misstrauen, da hat man auch nachher schnell Gefühl dafür: Was ist passend? Was fühlt sich gut an? Welcher Einstieg passt? Ich würde sagen, ich mag das sehr gerne, ich mag gerne die Männer die mitkommen und misstrauisch sind. Ich finde da immer so, ich kann das auch mal verstehen, ich finde so ein gewisses Misstrauen darf auch vorhanden sein. Ich meine derjenige soll jetzt hier im besten Fall von seinen Problemen erzählen, das ist halt auch komisch, wenn der jetzt hier sitzen würde… Ich kann das total verstehen und ich finde das eher manchmal sympathisch und das immer so schön zu sehen, wie die Männer dann entspannen. 

Reflektiert, ob ihr euch bei der Paartherapie wirklich wohl fühlt

Wir haben ja auch unsere Methodiken, wie wir dann vorgehen, damit wir die Atmosphäre ein bisschen locker machen. Ich finde das schön, wenn man sieht, jetzt matcht das so langsam, jetzt hab ich dich, jetzt fühlen wir uns alle wohl. Das ist ein schöner Moment. Das ist aus der Ausbildung, diese „Ankommen“, also dass man am Anfang das „Ankommen“ begleitet.

Auch das war Teil der Coachingausbildung: Wie lässt man euch ankommen? Ich finde es auch eher verwundernswert, das nicht so intensiv nach der Methodik gefragt wird, nach der Erfahrung gefragt wird, nach der Ausbildung, sondern es wird einfach erstmal so angenommen, dass das so ist. Ich hätte gedacht, dass jetzt viel intensivere Fragen gestellt werden und es wäre vielleicht gut, wenn diese Fragen intensiver gestellt werden würden, dann würde man vielleicht noch schneller abgleichen können, ob das matcht und da vielleicht gar nicht so viel negative Erfahrungen vielleicht machen müssen.

Ich hatte letztens ein telefonisches Erstgespräch und das war fast ein bisschen verwirrend, dass sie so Fragen stellte, die ich sonst aus anderen Bereichen eher kenne, wie: Was würdet ihr denn sagen, was macht euch einzigartig? Warum seid ihr vielleicht besser als andere? Da dachte ich mir auch „gute Frage, hab ich noch nie gestellt gekriegt in dem Kontext“, das kenne ich eher von früher, aus Bewerbungsgesprächen. Aber das sind sehr sinnvolle Fragen auch.

Lass uns doch mal auf die nächsten Punkte eingehen, wir haben jetzt einen riesigen Werbeblock gemacht, aber vielleicht hilft euch das ja das zu argumentieren, weil ihr seid ja schließlich in unserem Podcast und habt vielleicht die Idee, dass unser Podcast und dass unser Coaching euch helfen könnte. Von daher macht es natürlich auch Sinn, ein bisschen auf uns einzugehen.

Sprecht eure wahrhaftigen Gefühle vor eurem Partner aus

Was weiterhin helfen kann ist, diese wahrhaftigen Gefühle zu zeigen. Also nicht nur das außem herum und die sachlichen Argumente beschreiben, warum es euch vielleicht irgendwie besser oder schlechter geht, sondern die wahrhaftigen Gefühle zu zeigen. Die wahrhaftige Angst, was löst das bei euch im Körper aus, wenn ihr euch streitet, dass sich alles zusammenzieht, Hitze steigt auf, weiche Knie, Tränen schießen in die Augen. Und auch die natürliche Konsequenz aufzuzeigen: Wenn das so weitergeht, willst du dich vielleicht nicht trennen, aber irgendwann wird der Punkt kommen, dann musst du dich trennen, um dich vor zu viel weiterem Leid zu schützen. Zu diesem Punkt möchtest du es nicht kommen. Das klar auszusprechen, das kann helfen.

Dein Partner will keine Paartherapie: Das kannst du nun tun!

Was mache ich jetzt aber, wenn der Partner trotzdem nicht möchte? Also wenn ich möchte, aber der möchte nicht? Im Zweifelsfall hilft ein Einzelcoaching. Wenn du offen bist und dein Partner nicht, dann kann ein Einzelcoaching helfen, um schonmal dort Impulse zu sammeln, auf seine eigenen Themen und seine eigenen Anteile zu gucken und sich da schonmal ein Stück selbst weiterzuentwickeln. 

Mit dem kleinen Warnhinweis: Es kann natürlich passieren, dass du dich dann von deinem Partner ein Stück weit weg entwickelst. Wenn du in der persönlichen Entwicklung Sprünge und Fortschritte machst, kann es natürlich auch dazu führen, dass man sich auseinanderentwickelt. Aber es kann auch dazu führen, dass der Partner sieht „das Coaching bringt echt was, du veränderst dich nach und nach, das macht echt ein gutes Gefühl, das möchte ich mir auch angucken“.

Das habe ich auch schon ein paar Mal gehabt, dass ein Paar (das ist auch von Mann und Frau unabhängig) gesagt hat „okay, Einzelcoaching bin ich mir für mich jetzt unsicher“ und dann sagt zum Beispiel die Partnerin „ich würde das gerne mal für mich machen“. Dann sagt der Partner „fang du mal an, ich gucke einfach mal, wie das so bei dir ist und was da so bei dir bringt und dann ziehe ich nach sonst“. Ich glaube so ist das manchmal auch bei diesem Einzelcoaching. Wenn der andere sagt „nein, das möchte ich nicht“ und man fährt hin, man guckt sich das an oder man bucht online einen Termin und hat so einen ersten Eindruck, sagt „das ist so und so ein Mensch, die machen das so und so, hat bei mir ein gutes Gefühl gemacht, ich konnte für mich die und die Impulse mitnehmen“, verändert das etwas. Manchmal ist es ja auch so: Taten zeigen mehr als Worte. Also wenn dann eine Veränderung vielleicht schon zu erkennen ist, dass einer sagt „Mensch, da wird ja nicht nur drüber gesprochen, sondern da passiert ja etwas, das finde ich jetzt sehr spannend, ich komme jetzt einfach mal mit, die sollen nichts bei mir machen, ich gucke mir das nur mal an“, dann ist das schon ein kleiner weiterer Schritt. 

Unser Fazit

Tendenziell erleben wir, dass Männer zwar eher von einer Paartherapie abgeneigt sind als Frauen. Dennoch, wenn klar wird, …

  • dass wir lösungsorientiert arbeiten, 
  • dass es um Ziele geht, 
  • dass niemand die Schuld von uns bekommt, 
  • dass wir eher schauen, wo liegt welcher Anteil / welche Verantwortung, 
  • dass wir das gemeinsame Ziel berücksichtigen und es unser wichtigstes Bestreben ist, keine Parteilichkeit reinzubekommen, 
  • dass wir für euch beide arbeiten (ihr seid sozusagen beide unsere Kunden, wir wollen dass es euch beiden zusammen besser geht),

…, dann kann das dazu führen, dass auch der Mann deutlich offener wird. Wenn es absolut keinen Weg dazu gibt, dass dein Partner sich bereit erklärt eine Paartherapie zu machen, dann kann ein Einzelcoaching Sinn machen. Das bringt neue Impulse, neue Gedanken, aber auch vielleicht nochmal neue Wege, deinen Partner zu überzeugen oder tatsächlich, wie Ina gerade sagte, durch eigenes neues Verhalten, durch neue Taten, durch ein Umdenken den Partner klar zu signalisieren und zeigen „es verändert sich durch eine Paartherapie (oder in dem Fall ein Einzelcoaching) wirklich etwas“. Wir hoffen dir hat die Folge gefallen. Wir hatten sehr viel Spaß. Wenn dir die Folge gefallen hat, lass‘ gerne bei uns ein Abo da, schreibe gerne mal eine Bewertung. Uns interessiert natürlich total, was ihr über dieses Thema denkt, was so die eigenen Erfahrungswerte sind. Ansonsten hören wir uns bei der nächsten Folge. Bis bald!

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